Die dunkle Bedrohung Prometheus   erzählt   die   Vorgeschichte   zu   den   Alien-Filmen.   Sozusagen   ein:   "Alien,   wie   es   begann."     Und   eigentlich   hier   nicht   ganz   richtig   platziert.   Alien   ist   für   mich   die   Begründung   eines   eigenen Genres. Nämlich der Horrorfilme in Science Fiction Umgebung. Für   mich   der   Beste   ist   hier   übrigens   Event   Horizon.   Was   Alien   betrifft,   ich   glaube,   selbst   unser heutiges Militär würde mit den "Superkäfern" keine besonderen Probleme haben. Schauen wir uns nun mal die fiktiven Probleme der Zukunft an. 3,27   *   10 14    Meter.   Wie   viele   von   denen   die   den   Film   „genießen“,   können   diese   Angabe   sinnvoll verwerten,   oder   im   Kopf   ausrechnen,   während   sie   den   Film   sehen,   dass   das   32,7   Lichtjahre   sind? Eine Distanz, die von der Prometheus in 32 Monaten zurück gelegt wird. Wobei   hier   vorerst   offen   bleibt,   ob   damit   irdische   Echtzeit,   oder   Dilatationseffekten   unterliegende Bordzeit gemeint ist. Irdische   Echtzeit   würde   bedeuten,   dass   die   Prometheus   Überlichtgeschwindigkeit   erreicht.   Bordzeit bedeutet,   dass   sie   annähernd   Lichtgeschwindigkeit   erreicht,   weshalb   für   die   Besatzung   statt   32,7 Jahre lediglich 32 Monate vergehen. Prometheus   ist   ein   Science   Fiction   Film.   Science   steht   hierbei   für   Wissenschaft   und   Fiction   für   eine Erzählung die sich auf zukünftige Ereignisse und Möglichkeiten bezieht. Das   bedeutet,   dass   die   in   der   Science   Fiction   beschriebene   Technik   im   Idealfall   den   heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht zu deutlich widersprechen sollte. Eine   dieser   heutigen   Erkenntnisse   ist,   dass   man   mit   Ionenantrieb   keine   derart   hohe   relativistische Geschwindigkeit erreicht. Später    im    Film,    wenn    Prometheus    auf    Kollisionskurs    zum    außerirdischen    Raumschiff    geht, empfiehlt    der    Captain    der    Expeditionsleiterin    die    Prometheus    mit    dem    Rettungsmodul    zu verlassen,   verbunden   mit   dem   Hinweis,   dass   das   Modul   über   ausreichende   Vorräte   für   32   Monate, und    damit    bis    zum    Eintreffen    einer    Rettungsmission,    verfügt.    Tatsächlich    würde    bei    32,7 Lichtjahren Distanz ein Notruf 32,7 Jahre benötigen. Etwas   mehr   als   32,7   Jahre   später,   als   nach   65,4   Jahren,   wäre   dann   mit   dem   Eintreffen   eines Rettungsschiffs zu rechnen. Und   das   der   Prometheus   ein   zweites   Schiff   im   Abstand   von   32   Monaten   folgte,   kann   zumindest angezweifelt   werden,   angesichts   der   Nachricht   die   vom   letzten   Überlebenden   Expeditionsmitglieds an die Erde gesendet wird, mit der Empfehlung keine Mission mehr zu diesem Planeten zu senden. Bleibt   festzustellen,   dass   bei   der   Umsetzung   der   Prometheus   Geschichte,   die   Wissenschaftliche Korrektheit   von   Reisen   mit   Lichtgeschwindigkeit   und   der   damit   verbundenen   zeitlichen   Problematik den Verantwortlichen nicht so wichtig waren. Kommen     wir     zum     Thema     Verhalten     der     Besatzung     und     Wissenschaftliches     Arbeiten. Wissenschaftler,   die   32   Monate   in   Stasis   verbracht   haben,   verfallen   nicht   gleich   in   Hektik,   wenn   sie am   Ziel   angekommen   sind.   Da   werden   erstmal   die   Sensoren   bemüht,   bevor   man   die   Stiefel   anlegt. Man    legt    auch    keine    Helme    ab,    nur    weil    man    erfährt    dass    die    Luft    atembar    ist,    ohne    zu überprüfen,   was   in   dieser   Luft   und   im   tröpfelnden   Wasser   noch   so   alles   enthalten   sein   könnte.   Man opfert   also   wissenschaftliche   Seriösität   zum   Zwecke   der   besseren   Darstellbarkeit   des   Profils   von Schauspielern.   Es   ist   mehr   als   nur   beeindruckend   dass   Roboter   Dave   in   der   Lage   ist   die   fremde Sprache zu lesen, zu sprechen und jede noch so unbekannte Schalttafel auf Anhieb in der richtigen   Weise   zu   bedienen.   Ab   einem   gewissen   Punkt   der   Unglaubwürdigkeit   mutiert   Spannung zu Langeweile. Unfassbar   ist   auch,   dass   zwei   „Wissenschaftler“,   die   zuvor   mit   leichten   Anzeichen   von   Panik, angesichts   maustoter   Extraterrestrier   fluchtartig   die   Umgebung   verlassen   und   sich   dabei   auch noch   trotz   modernster   Kartografietechnik   inklusive   Standortüberwachung,   verlaufen   um   dann   mit lebendigen   und   nicht   gerade   liebenswert   erscheinenden   Lebensformen   „Ach   bist   du   aber   süß“ Konversation betreiben. Und   angesichts   des   innerhalb   einer   Sekunde   nachwachsenden   Kopfes   des   Wurms,   dürften   irdische Seesterne ziemlich grün vor Neid werden.  Wieso      haben      die      Raumanzüge      des      Jahres      2092      eigentlich      keine      medizinischen Überwachungssensoren, die Anzeigen könnten, ob es dem Träger mehr oder weniger gut geht? Wieso   spricht   diese   Medizinische   Operationseinheit   davon,   dass   eine   Anästhesie   eingeleitet   wird, ohne    diese    dann    einzuleiten?    Weil    die    damit    verbundene    Intubierung    und    Beamtung    die Schauspielerin   am   Schreien   gehindert   hätte?   Unglaublich   wie   umfassend   und   agil   sie   sich   mit durchtrenntem   Abdomen   (Bauchmuskulatur),   woran   die   Klammerung   nichts   ändert,   dann   noch bewegen konnte. Dass   der   Extraterrestrier   direkt   nach   Erweckung,   was   hier   entweder   einem   zeitlich   ungewollt   zu frühem   Aufwachen,   oder   einer   Rettung   entspricht,   mehr   Interesse   am   Töten   als   am   Reden   hat kann man dem Zuschauer noch relativ kritiklos verkaufen. Warum    er    aber    später    extra    den    Helm    abnimmt,    den    seine    Kollegen    in    den    gezeigten Hologrammen   auch   innerhalb   der   Einrichtung   trugen,   um   dann   auf   der   Jagd   nach   restlichen Menschlein   durch   die   relativ   ungesunde   Atmosphäre   des   Planeten   zu   rennen,   bleibt   ein   Rätsel   für Verhaltenspsychologen. Für   Biologen   wiederum   äußerst   Interessant   ist   die   Frage,   wie   dieser   krakenähnliche   Organismus   in einer   anorganischen   Umgebung   genügend   Nährstoffe   finden   konnte,   um   eine   derartige   Größe   zu erreichen. Wieso   hat   sich   eigentlich   einer   der   Extraterrestrier,   zu   sehen   bei   Beginn   des   Films,   offensichtlich geopfert,   um   seine   Gene   in   die   irdische   Umwelt   zu   bringen?   Hätte   es   da   nicht   eine   nicht   ganz   so mortale   (tödliche)   Möglichkeit   gegeben?   Selbst   irdische   Wissenschaftler   können   heute   schon   Gene transplantieren, ohne dabei einen Organismus sprichwörtlich auseinander zu nehmen. Noch   ein   Wort   zum   Thema   Antrieb   der   Prometheus.   Die   Grundlage   für   die   Expedition   wurde   im Jahr 2089 entdeckt. Das Erreichen des Planeten wird mit 2092 angegeben. Setzt   man   die   reale   Flugzeit   bei   Lichtgeschwindigkeit   an   müßte   der   Ankunftszeitpunkt   im   Jahr 2122 liegen! Wenn aber 2092 korrekt ist erreicht die Prometheus 12,6fache Lichtgeschwindigkeit. Es   sei   denn   die   Zeitangabe   von   2092   im   Film   bezog   sich   nicht   auf   die   Ankunft,   sondern   auf   den Abflug. Bei    dem    Alien,    dass    am    Ende    aus    dem    Extraterrestrier    schlüpfte,    voll    ausgebildet,    statt    in Wurmform,   wie   im   legendären   Alien   Film,   darf   man   spekulieren,   ob   es   die   Urmutter   der   später   von der Notromo Crew entdeckten Aliens ist. Fazit: Man   möge   mir   verzeihen,   dass   ich   mir   für   die   Zukunft   Science   Fiction   Filme   wünsche,   die   nicht ganz   so   viele   Unstimmigkeiten   aufwerfen   und   das   dargestellte   menschliche   Verhalten   weniger irritierend   ist   und,   da   wir   schließlich   von   Zukunft   sprechen,   doch   eher   etwas   mehr   von   Vernunft geprägt sein sollte. Ebenso,   dass   man   auf   logische   Ungereimtheiten   zu   verzichten   versucht.   Was   bitte   macht   eine   Axt in einem Raumschiff, dessen Baumaterialen Äxten deutlich widerstehen dürfte? Wenn    die    Menschheit    in    der    Lage    ist    einen    Roboter    zu    konstruieren,    der    über    eine    derart fortgeschrittene   und   autonom   agierende   künstliche   Intelligenz   verfügt   wie   Dave,   wie   weit   müssten dann eigentlich die Computer der Extraterrestrier entwickelt sein? Wäre   es   nicht   logisch   anzunehmen,   dass   die   extraterrestrische   Einrichtung   über   einen   Computer oder    Roboter    auf    mindestens    Dave’s    Niveau    verfügen    dürfte?    Und    das    diese    künstlichen Intelligenzen geneigt wären die Einrichtung ein wenig zu schützen? Schließlich   zeigte   sich   die   extraterrestrische   Technik   nicht   nur   voll   funktionsfähig,   sondern   verfügte auch    über    Energie    zum    Hologramme    abspielen,    Türen    öffnen    und    für    zumindest    eine Stasiskammer. Gute   Science   Fiction   braucht   neben   einer   interessanten   Story,   Action   und   Spannung   auch   so   etwas wie   annehmbarer   Plausibilität.   Eben   diese   läßt   Prometheus   in   ähnlicher   Weise   vermissen   wie   schon Star Trek XI. Nachsatz zum Film Alien (1979) Die   Nostromo   ist   ein   Frachtschiff,   das   keine   Überlichtgeschwindigkeit   erreicht.   Weshalb   die   Crew die   Reisezeit   im   Kälteschlaf   verbringt.   Woher   an   Bord   die   Schwerkraft   kommt,   bleibt   hier   ein ungelöstes   Rätsel.   Ich   will   es   mal   so   sagen,   wer   es   schafft   künstliche   Schwerkraft   zu   erzeugen   hat auch mindestens Phaserkanonen in der Handtasche... Kommen   wir   nun   zur   Frage,   wie   man   einen   Gegner   bekämpft,   der   hinsichtlich   Kraft,   Schnelligkeit und   Beweglichkeit   deutlich   überlegen   ist.   Man   schaltet   die   Schwerkraft   ab   und   schraubt   sich   ein paar   Magnetstiefel   an   die   Füße.   Dann   bleibt   man   schön   zusammen,   in   einem   besonders   großen Raum und schickt ein paar Sonden durch das Schiff. Hat   man   das   böse   Alien   gefunden,   kann   eine   der   Sonden,   die   mitgeführte   Handgranate   oder ähnliches....      Wie?   1979   gab   es   noch   keine   Sonden?   Und   keinen   Ausschalter   für   die   Schwerkraft?     Sorry, mein Fehler.... (;->
Prometheus
Filmkritik
Herbert Haß
Prometheus Die dunkle Bedrohung Prometheus   erzählt   die   Vorgeschichte   zu   den   Alien-Filmen.   Sozusagen ein:   "Alien,   wie   es   begann."      Und   eigentlich   hier   nicht   ganz   richtig platziert.    Alien    ist    für    mich    die    Begründung    eines    eigenen    Genres. Nämlich der Horrorfilme in Science Fiction Umgebung. Für   mich   der   Beste   ist   hier   übrigens   Event   Horizon.   Was   Alien   betrifft, ich   glaube,   selbst   unser   heutiges   Militär   würde   mit   den   "Superkäfern" keine besonderen Probleme haben. Schauen wir uns nun mal die fiktiven Probleme der Zukunft an. 3,27   *   10 14 Meter.   Wie   viele   von   denen   die   den   Film   „genießen“,   können diese   Angabe   sinnvoll   verwerten,   oder   im   Kopf   ausrechnen,   während   sie den   Film   sehen,   dass   das   32,7   Lichtjahre   sind?   Eine   Distanz,   die   von   der Prometheus in 32 Monaten zurück gelegt wird. Wobei    hier    vorerst    offen    bleibt,    ob    damit    irdische    Echtzeit,    oder Dilatationseffekten unterliegende Bordzeit gemeint ist. Irdische       Echtzeit       würde       bedeuten,       dass       die       Prometheus Überlichtgeschwindigkeit   erreicht.   Bordzeit   bedeutet,   dass   sie   annähernd Lichtgeschwindigkeit    erreicht,    weshalb    für    die    Besatzung    statt    32,7 Jahre lediglich 32 Monate vergehen. Prometheus    ist    ein    Science    Fiction    Film.    Science    steht    hierbei    für Wissenschaft    und    Fiction    für    eine    Erzählung    die    sich    auf    zukünftige Ereignisse und Möglichkeiten bezieht. Das   bedeutet,   dass   die   in   der   Science   Fiction   beschriebene   Technik   im Idealfall   den   heutigen   wissenschaftlichen   Erkenntnissen   nicht   zu   deutlich widersprechen sollte. Eine   dieser   heutigen   Erkenntnisse   ist,   dass   man   mit   Ionenantrieb   keine derart hohe relativistische Geschwindigkeit erreicht. Später   im   Film,   wenn   Prometheus   auf   Kollisionskurs   zum   außerirdischen Raumschiff    geht,    empfiehlt    der    Captain    der    Expeditionsleiterin    die Prometheus   mit   dem   Rettungsmodul   zu   verlassen,   verbunden   mit   dem Hinweis,   dass   das   Modul   über   ausreichende   Vorräte   für   32   Monate,   und damit    bis    zum    Eintreffen    einer    Rettungsmission,    verfügt.    Tatsächlich würde bei 32,7 Lichtjahren Distanz ein Notruf 32,7 Jahre benötigen. Etwas   mehr   als   32,7   Jahre   später,   als   nach   65,4   Jahren,   wäre   dann   mit dem Eintreffen eines Rettungsschiffs zu rechnen. Und   das   der   Prometheus   ein   zweites   Schiff   im   Abstand   von   32   Monaten folgte,   kann   zumindest   angezweifelt   werden,   angesichts   der   Nachricht die   vom   letzten   Überlebenden   Expeditionsmitglieds   an   die   Erde   gesendet wird,   mit   der   Empfehlung   keine   Mission   mehr   zu   diesem   Planeten   zu senden. Bleibt   festzustellen,   dass   bei   der   Umsetzung   der   Prometheus   Geschichte, die   Wissenschaftliche   Korrektheit   von   Reisen   mit   Lichtgeschwindigkeit und   der   damit   verbundenen   zeitlichen   Problematik   den   Verantwortlichen nicht so wichtig waren. Kommen      wir      zum      Thema      Verhalten      der      Besatzung      und Wissenschaftliches   Arbeiten.   Wissenschaftler,   die   32   Monate   in   Stasis verbracht   haben,   verfallen   nicht   gleich   in   Hektik,   wenn   sie   am   Ziel angekommen   sind.   Da   werden   erstmal   die   Sensoren   bemüht,   bevor   man die   Stiefel   anlegt.   Man   legt   auch   keine   Helme   ab,   nur   weil   man   erfährt dass   die   Luft   atembar   ist,   ohne   zu   überprüfen,   was   in   dieser   Luft   und   im tröpfelnden   Wasser   noch   so   alles   enthalten   sein   könnte.   Man   opfert   also wissenschaftliche   Seriösität   zum   Zwecke   der   besseren   Darstellbarkeit des   Profils   von   Schauspielern.   Es   ist   mehr   als   nur   beeindruckend   dass Roboter   Dave   in   der   Lage   ist   die   fremde   Sprache   zu   lesen,   zu   sprechen und jede noch so unbekannte Schalttafel auf Anhieb in der richtigen     Weise     zu     bedienen.     Ab     einem     gewissen     Punkt     der Unglaubwürdigkeit mutiert Spannung zu Langeweile. Unfassbar   ist   auch,   dass   zwei   „Wissenschaftler“,   die   zuvor   mit   leichten Anzeichen   von   Panik,   angesichts   maustoter   Extraterrestrier   fluchtartig die   Umgebung   verlassen   und   sich   dabei   auch   noch   trotz   modernster Kartografietechnik   inklusive   Standortüberwachung,   verlaufen   um   dann mit      lebendigen      und      nicht      gerade      liebenswert      erscheinenden Lebensformen „Ach bist du aber süß“ Konversation betreiben. Und   angesichts   des   innerhalb   einer   Sekunde   nachwachsenden   Kopfes des Wurms, dürften irdische Seesterne ziemlich grün vor Neid werden.  Wieso    haben    die    Raumanzüge    des    Jahres    2092    eigentlich    keine medizinischen   Überwachungssensoren,   die   Anzeigen   könnten,   ob   es   dem Träger mehr oder weniger gut geht? Wieso    spricht    diese    Medizinische    Operationseinheit    davon,    dass    eine Anästhesie   eingeleitet   wird,   ohne   diese   dann   einzuleiten?   Weil   die   damit verbundene   Intubierung   und   Beamtung   die   Schauspielerin   am   Schreien gehindert    hätte?    Unglaublich    wie    umfassend    und    agil    sie    sich    mit durchtrenntem    Abdomen    (Bauchmuskulatur),    woran    die    Klammerung nichts ändert, dann noch bewegen konnte. Dass   der   Extraterrestrier   direkt   nach   Erweckung,   was   hier   entweder einem    zeitlich    ungewollt    zu    frühem    Aufwachen,    oder    einer    Rettung entspricht,   mehr   Interesse   am   Töten   als   am   Reden   hat   kann   man   dem Zuschauer noch relativ kritiklos verkaufen. Warum   er   aber   später   extra   den   Helm   abnimmt,   den   seine   Kollegen   in den   gezeigten   Hologrammen   auch   innerhalb   der   Einrichtung   trugen,   um dann    auf    der    Jagd    nach    restlichen    Menschlein    durch    die    relativ ungesunde   Atmosphäre   des   Planeten   zu   rennen,   bleibt   ein   Rätsel   für Verhaltenspsychologen. Für   Biologen   wiederum   äußerst   Interessant   ist   die   Frage,   wie   dieser krakenähnliche   Organismus   in   einer   anorganischen   Umgebung   genügend Nährstoffe finden konnte, um eine derartige Größe zu erreichen. Wieso   hat   sich   eigentlich   einer   der   Extraterrestrier,   zu   sehen   bei   Beginn des   Films,   offensichtlich   geopfert,   um   seine   Gene   in   die   irdische   Umwelt zu   bringen?   Hätte   es   da   nicht   eine   nicht   ganz   so   mortale   (tödliche) Möglichkeit    gegeben?    Selbst    irdische    Wissenschaftler    können    heute schon   Gene   transplantieren,   ohne   dabei   einen   Organismus   sprichwörtlich auseinander zu nehmen. Noch   ein   Wort   zum   Thema   Antrieb   der   Prometheus.   Die   Grundlage   für die   Expedition   wurde   im   Jahr   2089   entdeckt.   Das   Erreichen   des   Planeten wird mit 2092 angegeben. Setzt   man   die   reale   Flugzeit   bei   Lichtgeschwindigkeit   an   müßte   der Ankunftszeitpunkt   im   Jahr   2122   liegen!   Wenn   aber   2092   korrekt   ist erreicht die Prometheus 12,6fache Lichtgeschwindigkeit. Es   sei   denn   die   Zeitangabe   von   2092   im   Film   bezog   sich   nicht   auf   die Ankunft, sondern auf den Abflug. Bei   dem   Alien,   dass   am   Ende   aus   dem   Extraterrestrier   schlüpfte,   voll ausgebildet,   statt   in   Wurmform,   wie   im   legendären   Alien   Film,   darf   man spekulieren,    ob    es    die    Urmutter    der    später    von    der    Notromo    Crew entdeckten Aliens ist. Fazit: Man   möge   mir   verzeihen,   dass   ich   mir   für   die   Zukunft   Science   Fiction Filme   wünsche,   die   nicht   ganz   so   viele   Unstimmigkeiten   aufwerfen   und das   dargestellte   menschliche   Verhalten   weniger   irritierend   ist   und,   da wir    schließlich    von    Zukunft    sprechen,    doch    eher    etwas    mehr    von Vernunft geprägt sein sollte. Ebenso,   dass   man   auf   logische   Ungereimtheiten   zu   verzichten   versucht. Was   bitte   macht   eine   Axt   in   einem   Raumschiff,   dessen   Baumaterialen Äxten deutlich widerstehen dürfte? Wenn   die   Menschheit   in   der   Lage   ist   einen   Roboter   zu   konstruieren,   der über    eine    derart    fortgeschrittene    und    autonom    agierende    künstliche Intelligenz    verfügt    wie    Dave,    wie    weit    müssten    dann    eigentlich    die Computer der Extraterrestrier entwickelt sein? Wäre     es     nicht     logisch     anzunehmen,     dass     die     extraterrestrische Einrichtung   über   einen   Computer   oder   Roboter   auf   mindestens   Dave’s Niveau   verfügen   dürfte?   Und   das   diese   künstlichen   Intelligenzen   geneigt wären die Einrichtung ein wenig zu schützen? Schließlich    zeigte    sich    die    extraterrestrische    Technik    nicht    nur    voll funktionsfähig,   sondern   verfügte   auch   über   Energie   zum   Hologramme abspielen, Türen öffnen und für zumindest eine Stasiskammer. Gute   Science   Fiction   braucht   neben   einer   interessanten   Story,   Action und Spannung auch     so     etwas     wie     annehmbarer     Plausibilität.     Eben     diese     läßt Prometheus in ähnlicher Weise vermissen wie schon Star Trek XI. Nachsatz zum Film Alien (1979) Die   Nostromo   ist   ein   Frachtschiff,   das   keine   Überlichtgeschwindigkeit erreicht.   Weshalb   die   Crew   die   Reisezeit   im   Kälteschlaf   verbringt.   Woher an   Bord   die   Schwerkraft   kommt,   bleibt   hier   ein   ungelöstes   Rätsel.   Ich will   es   mal   so   sagen,   wer   es   schafft   künstliche   Schwerkraft   zu   erzeugen hat auch mindestens Phaserkanonen in der Handtasche... Kommen    wir    nun    zur    Frage,    wie    man    einen    Gegner    bekämpft,    der hinsichtlich   Kraft,   Schnelligkeit   und   Beweglichkeit   deutlich   überlegen   ist. Man     schaltet     die     Schwerkraft     ab     und     schraubt     sich     ein     paar Magnetstiefel   an   die   Füße.   Dann   bleibt   man   schön   zusammen,   in   einem besonders großen Raum und schickt ein paar Sonden durch das Schiff. Hat    man    das    böse    Alien    gefunden,    kann    eine    der    Sonden,    die mitgeführte   Handgranate   oder   ähnliches....      Wie?   1979   gab   es   noch keine   Sonden?   Und   keinen   Ausschalter   für   die   Schwerkraft?      Sorry,   mein Fehler.... (;->
Unterhaltung: Filmkritik
Herbert Haß