Into the Darkness Die erste je gedrehte Star Trek Folge der Classic Serie fiel beim Produzenten durch. Wie   es   heißt   wegen   nicht   vorhandener   Prügelszenen.   Also   wurde   eine   weitere   Folge   produziert,   bei der Kirk dann seine Fähigkeiten im Zweikampf zeigen durfte. Ehrlich   gesagt,   ich   persönlich   rechne   nicht   damit,   dass   in   Zweihundert   Jahren   noch   in   relevantem Umfang   die   Fäuste   fliegen.   Ich   denke   eher,   dass   die   technischen   Möglichkeiten   zur   Überwältigung böser Menschen wesentlich mehr Verfahren bieten. Tödliche ebenso wie solche zur Betäubung oder Immobilisierung. Auf     der     einen     Seite     eine     hochtechnische     Zukunft,     auf     der     anderen     primitive,     teils hormongesteuerte   Gewalt,   was   hier   selbst   Spock   betrifft.   Ich   frage   mich   nach   der   Intention   des Regisseurs. Will er uns derart mit Effekten und Action bombardieren, dass wir das Popcorn nicht mehr finden? Nicht   zu   sprechen   von   Wendungen   im   Storyboard.   Hat   Kommando,   verliert   Kommando,   bekommt Kommando.    Ich    glaube    Kirk    hatte    da    nicht    mal    Zeit,    die    jeweiligen    neuen    Rangabzeichen auszutauschen. Vulkane.   Ab   der   Größe,   dass   sie   die   Atmosphäre   eines   Planeten   so   nachhaltig   beeinflussen   können, dass   Leben   (Überleben)   ziemlich   schwierig   wird,   reicht   es   wirklich   nicht   eine   Socke   in   den   Schlot zu   stopfen.   Die   ungefähr   1000   bis   10000   mal   größere   und   wenige   bis   100   Kilometer   tiefer   liegende Magmakammer   sucht   sich   einfach   einen   anderen   Weg,   oder   klopft   den   Stopfen   mit   einem   etwas dickeren   Rülpser   einfach   weg.   Ganz   nebenbei   hätte   man   diese   Fusionsvorrichtung   auch   mit   einer Sonde    runter    bringen    können.    Nicht    desto    weniger    macht    das    Ding    dann    doch    irgendwann „Bumm!“. Warum,      außer      aus      waschtechnischen      Gründen,      parkt      man      ein      Raumschiff,      das konstruktionsbedingt   niemals   für   die   Landung   auf   einem   Planeten   vorgesehen   war,   in   einem Gewässer?  Warum Beamen, wenn man auch Schwimmen kann… Hätte   man   die   Enterprise   beim   Start   vor   den   Einheimischen   verstecken   wollen   hätte   übrigens   ein moderater   Einsatz   der   Phaser   geholfen.   Mit   denen   hätte   man   nämlich   so   viel   Wasser   verdampfen können,   dass   die   Kalkgefärbten   auf   der   Klippe   selbst   den   Kalk   auf   ihren   Händen   nicht   mehr gesehen hätten. Kriegt man jetzt von Hektik Kopfschmerzen oder von zu viel Nachdenken? Warum   braucht   man   eigentlich   noch   Raumschiffe?   Dank   Scotty’s   Transwarp   Beamtechnik,   kann man doch jetzt alles und jeden überall hin schicken? Warum   also   die   Enterprise   nach   Kronos   jagen,   wenn   die   Sternenflotte   doch   auch   über   Transwarp Beamtechnik   verfügt?   Wenn   man   also   wußte   in   welcher   Region   von   Kronos   Khan   sich   aufhielt   und diese    auch    noch    praktischerweise    leer    war,    warum    hat    man    dann    nicht    Admiral    Marcus‘ Supertorpedo nicht per Transwarp Beamen dahin geschickt? Sehr   zu   empfehlen   übrigens,   falls   es   doch   zu   einem   Krieg   mit   den   Klingonen   kommt.   Da   könnte man doch nicht nur einen schicken… Gut,   die   Enterprise   macht’s.   Und   wird   sabotiert.   Fällt   irgendwo   knapp   in   der   Neutralen   Zone steckend    aus    dem    Warpflug.    Aber    irgendwie    doch    nah    genug    an    Kronos,    dass    das    nette Frachtschiff,   das   man   aus   Tarnungsgründen   verwenden   muß,   gar   keinen   Warpflug   braucht,   um nach Kronos zu kommen. Wenn   dem   so   ist,   steckt   die   Enterprise   nicht   irgendwo   in   der   Neutralen   Zone   sondern   mitten   im Heimatsystem   der   Klingonen.   Und   das   müßten   die   eigentlich   mindestens   so   schnell   gemerkt haben, wie die Crew der Enterprise selbst. Wieso?   Weil   die   Sensoren   der   Enterprise   ja   auch   die   im   Warpflug   ankommende   Dreadnough   Klasse von Admiral Marcus bemerkt hat. Vielleicht   sind   die   Klingonen   ja   auch   sportlich   orientiert,   mit   einem   großzügigen   Entgegenkommen bezüglich   Vorsprung   geben.   Gleich   drei   Wachschiffe   haben   Kirk,   Spock   und   Uhura   in   Empfang genommen.    Keins    konnte    offensichtlich    irgendeinen    Notruf    senden    (kennen    die    im    23th. Jahrhundert   keine   Transpondertechnik???)   Und   niemand   auf   Kronos   war   geneigt,   das   ungemeldete Frachtschiff am Abflug zu hindern. Ich   möchte   niemandem   empfehlen,   eine   ähnliche   Luftraumverletzung   bei   irgendeinem   irdischen Staat zu versuchen…. Dass   Marcus   seine   Tochter   aus   der   Enterprise   rausbeamen   würde,   war,   um   es   mal   vulkanisch   zu sagen,   logisch   und   mehr   als   nur   vorhersehbar!   Kommen   wir   jetzt   zum   unlogischen   oder   besser gesagt   unmöglichen.   Dreadnough   und   Enterprise   fallen   20.000   Kilometer   vom   Mond   entfernt   aus dem Warpflug. Scotty   befindet   sich   auf   dem   anderen   Schiff.   Gut,   warum   nicht.   Und   wartet   bis   zur   allerletzten Sekunde bevor er den Aus-Schalter drückt. Gut, warum nicht. Scotty   soll   Khan   in   Schach   halten   und   stellt   sich   so   nah   zu   ihm,   dass   es   einer   Einladung   gleich kommt. Gut, warum nicht. Menschlich, er ist ja kein Ninja, oder ähnliches. Warum   aber,   die   irdische   Gravitation   in   der   Lage   sein   soll,   die   Enterprise   den   Gravitationskräften des    Mondes    zu    entreißen    und    derart    zu    Beschleunigen,    dass    mindestens    360.000    Kilometer innerhalb weniger Minuten zurückgelegt werden, ist mir ein echtes Rätsel. Genial   wie   sie   in   die   Wolken   fällt!!!      Vorhersehbar,   dass   sie   aus   selbigen   wieder   auftaucht. Schließlich   war   die   Titan   Schwefelsuppenszene   aus   Star   Trek   XI   viel   zu   schön   um   sie   nicht   ein zweites mal zu verwenden. Stiefel,   gegen   Fusionseinspritzdüse.   Ich   will   diese   Stiefel!   Und   die   Oberschenkel,   die   dem   Tritt derartige Kraft geben gleich dazu. „Ich   kann   Sie   nicht   hochbeamen,   Sie   bewegen   sich!“   Chekov   in   Star   Trek   XII,   als   Spock   und   Khan auf dem Transporter waren. Geschätztes Tempo: 100 km/h. „Ich   kann   das!“   Chekov   in   Star   Trek   XI,   als   Spock   und   Sulu   im   Freifall   waren.   Geschätztes   Tempo: mind. 250 km/h. Uhura zu den beiden Runterbeamen? Kein Problem! Versteh einer diese Beamtechnik. Fazit: Hätte    man    das    Tempo    des    Szenenschnitts    reduziert    und    vielleicht    auf    die    ein    oder    andere Prügelszene    verzichtet    (Mancher    Bud    Spencer    Film    hatte    weniger…),    hätte    ich    weniger    zu schreiben gehabt und den Film immer noch recht gut gefunden. Warum?    Nun,    Schauspieler,    Dialoge,    Design    der    Enterprise    und,    tja,    es    ist    halt    Star    Trek. Irgendwann   sind   wir   tatsächlich   da   oben   und   das   allein   reicht   schon   um   solche   Filme   gut   zu   finden. Wieso? Mmmh, nennen wir es einfach eine Art Vorweg genommener Traum…..
Star Trek XII
Filmkritik
Herbert Haß
Star Trek XII Into the Darkness Die    erste    je    gedrehte    Star    Trek    Folge    der    Classic    Serie    fiel    beim Produzenten durch. Wie   es   heißt   wegen   nicht   vorhandener   Prügelszenen.   Also   wurde   eine weitere    Folge    produziert,    bei    der    Kirk    dann    seine    Fähigkeiten    im Zweikampf zeigen durfte. Ehrlich   gesagt,   ich   persönlich   rechne   nicht   damit,   dass   in   Zweihundert Jahren   noch   in   relevantem   Umfang   die   Fäuste   fliegen.   Ich   denke   eher, dass   die   technischen   Möglichkeiten   zur   Überwältigung   böser   Menschen wesentlich mehr Verfahren bieten. Tödliche ebenso wie solche zur Betäubung oder Immobilisierung. Auf    der    einen    Seite    eine    hochtechnische    Zukunft,    auf    der    anderen primitive,   teils   hormongesteuerte   Gewalt,   was   hier   selbst   Spock   betrifft. Ich   frage   mich   nach   der   Intention   des   Regisseurs.   Will   er   uns   derart   mit Effekten und Action bombardieren, dass wir das Popcorn nicht mehr finden? Nicht    zu    sprechen    von    Wendungen    im    Storyboard.    Hat    Kommando, verliert   Kommando,   bekommt   Kommando.   Ich   glaube   Kirk   hatte   da   nicht mal Zeit, die jeweiligen neuen Rangabzeichen auszutauschen. Zur Story: Vulkane.   Ab   der   Größe,   dass   sie   die   Atmosphäre   eines   Planeten   so nachhaltig    beeinflussen    können,    dass    Leben    (Überleben)    ziemlich schwierig   wird,   reicht   es   wirklich   nicht   eine   Socke   in   den   Schlot   zu stopfen.   Die   ungefähr   1000   bis   10000   mal   größere   und   wenige   bis   100 Kilometer    tiefer    liegende    Magmakammer    sucht    sich    einfach    einen anderen   Weg,   oder   klopft   den   Stopfen   mit   einem   etwas   dickeren   Rülpser einfach   weg.   Ganz   nebenbei   hätte   man   diese   Fusionsvorrichtung   auch mit   einer   Sonde   runter   bringen   können.   Nicht   desto   weniger   macht   das Ding dann doch irgendwann „Bumm!“. Warum,     außer     aus     waschtechnischen     Gründen,     parkt     man     ein Raumschiff,   das   konstruktionsbedingt   niemals   für   die   Landung   auf   einem Planeten   vorgesehen   war,   in   einem   Gewässer?      Warum   Beamen,   wenn man auch Schwimmen kann… Hätte   man   die   Enterprise   beim   Start   vor   den   Einheimischen   verstecken wollen   hätte   übrigens   ein   moderater   Einsatz   der   Phaser   geholfen.   Mit denen   hätte   man   nämlich   so   viel   Wasser   verdampfen   können,   dass   die Kalkgefärbten   auf   der   Klippe   selbst   den   Kalk   auf   ihren   Händen   nicht mehr gesehen hätten. Kriegt     man     jetzt     von     Hektik     Kopfschmerzen     oder     von     zu     viel Nachdenken? Warum    braucht    man    eigentlich    noch    Raumschiffe?    Dank    Scotty’s Transwarp   Beamtechnik,   kann   man   doch   jetzt   alles   und   jeden   überall   hin schicken? Warum   also   die   Enterprise   nach   Kronos   jagen,   wenn   die   Sternenflotte doch   auch   über   Transwarp   Beamtechnik   verfügt?   Wenn   man   also   wußte in   welcher   Region   von   Kronos   Khan   sich   aufhielt   und   diese   auch   noch praktischerweise   leer   war,   warum   hat   man   dann   nicht   Admiral   Marcus‘ Supertorpedo nicht per Transwarp Beamen dahin geschickt? Sehr   zu   empfehlen   übrigens,   falls   es   doch   zu   einem   Krieg   mit   den Klingonen kommt. Da könnte man doch nicht nur einen schicken… Gut,   die   Enterprise   macht’s.   Und   wird   sabotiert.   Fällt   irgendwo   knapp   in der   Neutralen   Zone   steckend   aus   dem   Warpflug.   Aber   irgendwie   doch nah    genug    an    Kronos,    dass    das    nette    Frachtschiff,    das    man    aus Tarnungsgründen   verwenden   muß,   gar   keinen   Warpflug   braucht,   um nach Kronos zu kommen. Wenn   dem   so   ist,   steckt   die   Enterprise   nicht   irgendwo   in   der   Neutralen Zone   sondern   mitten   im   Heimatsystem   der   Klingonen.   Und   das   müßten die   eigentlich   mindestens   so   schnell   gemerkt   haben,   wie   die   Crew   der Enterprise selbst. Wieso?    Weil    die    Sensoren    der    Enterprise    ja    auch    die    im    Warpflug ankommende Dreadnough Klasse von Admiral Marcus bemerkt hat. Vielleicht    sind    die    Klingonen    ja    auch    sportlich    orientiert,    mit    einem großzügigen   Entgegenkommen   bezüglich   Vorsprung   geben.   Gleich   drei Wachschiffe   haben   Kirk,   Spock   und   Uhura   in   Empfang   genommen.   Keins konnte   offensichtlich   irgendeinen   Notruf   senden   (kennen   die   im   23th. Jahrhundert   keine   Transpondertechnik???)   Und   niemand   auf   Kronos   war geneigt, das ungemeldete Frachtschiff am Abflug zu hindern. Ich   möchte   niemandem   empfehlen,   eine   ähnliche   Luftraumverletzung   bei irgendeinem irdischen Staat zu versuchen…. Dass   Marcus   seine   Tochter   aus   der   Enterprise   rausbeamen   würde,   war, um   es   mal   vulkanisch   zu   sagen,   logisch   und   mehr   als   nur   vorhersehbar! Kommen   wir   jetzt   zum   unlogischen   oder   besser   gesagt   unmöglichen. Dreadnough   und   Enterprise   fallen   20.000   Kilometer   vom   Mond   entfernt aus dem Warpflug. Scotty   befindet   sich   auf   dem   anderen   Schiff.   Gut,   warum   nicht.   Und wartet   bis   zur   allerletzten   Sekunde   bevor   er   den   Aus-Schalter   drückt. Gut, warum nicht. Scotty   soll   Khan   in   Schach   halten   und   stellt   sich   so   nah   zu   ihm,   dass   es einer   Einladung   gleich   kommt.   Gut,   warum   nicht.   Menschlich,   er   ist   ja kein Ninja, oder ähnliches. Warum   aber,   die   irdische   Gravitation   in   der   Lage   sein   soll,   die   Enterprise den    Gravitationskräften    des    Mondes    zu    entreißen    und    derart    zu Beschleunigen,   dass   mindestens   360.000   Kilometer   innerhalb   weniger Minuten zurückgelegt werden, ist mir ein echtes Rätsel. Genial   wie   sie   in   die   Wolken   fällt!!!      Vorhersehbar,   dass   sie   aus   selbigen wieder   auftaucht.   Schließlich   war   die   Titan   Schwefelsuppenszene   aus Star Trek XI viel zu schön um sie nicht ein zweites mal zu verwenden. Stiefel,    gegen    Fusionseinspritzdüse.    Ich    will    diese    Stiefel!    Und    die Oberschenkel, die dem Tritt derartige Kraft geben gleich dazu. „Ich   kann   Sie   nicht   hochbeamen,   Sie   bewegen   sich!“   Chekov   in   Star   Trek XII,    als    Spock    und    Khan    auf    dem    Transporter    waren.    Geschätztes Tempo: 100 km/h. „Ich   kann   das!“   Chekov   in   Star   Trek   XI,   als   Spock   und   Sulu   im   Freifall waren. Geschätztes Tempo: mind. 250 km/h. Uhura   zu   den   beiden   Runterbeamen?   Kein   Problem!   Versteh   einer   diese Beamtechnik. Fazit: Hätte   man   das   Tempo   des   Szenenschnitts   reduziert   und   vielleicht   auf   die ein   oder   andere   Prügelszene   verzichtet   (Mancher   Bud   Spencer   Film   hatte weniger…),   hätte   ich   weniger   zu   schreiben   gehabt   und   den   Film   immer noch recht gut gefunden. Warum?   Nun,   Schauspieler,   Dialoge,   Design   der   Enterprise   und,   tja,   es ist   halt   Star   Trek.   Irgendwann   sind   wir   tatsächlich   da   oben   und   das   allein reicht   schon   um   solche   Filme   gut   zu   finden.   Wieso?   Mmmh,   nennen   wir es einfach eine Art Vorweg genommener Traum…..
Unterhaltung: Filmkritik
Herbert Haß