Rhens,    direkt    am    Rhein    gelegen,    ist eine      mehr      als      1300      Jahre      alte Gemeinde. 9    Kilometer    von    Koblenz    entfernt,    ist Rhens   auch   heute   noch   ein   idyllischer Ort,    bei    dem    man    viel    Wert    auf    die historische Stadtpflege legt. Ich   bin   dort   in   einer   Zeit   aufgewachsen, als   noch   lange   nicht   jeder   über   ein   Auto verfügte     und     auch     Telefon     war     in meinen       ersten       10       Lebensjahren unbekannt. Fernsehen   gab   es   in   schwarzweiß   und der   Küchenofen   funktionierte   noch   mit Holz und Kohle.
Geheizt wurde mit Ölofen, ein Luxus, den man sich nur im Wohnzimmer gönnte. In   dieser   Zeit   habe   ich   gelernt,   dass   man   sich   nicht   einfach   etwas   wünschen   kann,   um   es   zu bekommen. Pfeil und Bogen konnte man nicht kaufen. Man mußte sie selbst bauen. Die Erwachsenen hatten für so etwas weder Sinn noch Zeit. Der   Spielplatz   der   Kinder,   war   die   Wildnis.   Kaum   50   Meter   vom   Elternhaus   entfernt,   gab   es   blanke Natur. Bäche, Wälder und Steinbrüche. Computerspiele,   Smartphones,   soziale   Netzwerke.   All   dies   gab   es   nicht.   Die   physische   Welt   war auf die reale Welt begrenzt. Die virtuelle Welt existierte einzig in der Phantasie. Die   Zeit   war   arm   an   Geld   und   reich   an   Leben,   Kommunikation   und   Kreativität.   Wobei   ein   neues Fahrrad   auch   mal   die   Notwendigkeit   brachte,   das   erforderliche   Geld   einen   Sommer   lang   mit   dem Sammeln von Äpfeln (es gab tatsächlich wilde Apfelbäume) selbst zu verdienen. Auch,   wenn   man   sich   heute   schon   ein   Leben   ohne   Handy   kaum   vorstellen   kann,   kann   ich   sagen, dass   ich   diese   Zeit   gut   fand   und   manchmal   ob   ihrer   Menschlichkeit   vermisse.   Der   Erfolgsdruck   der heutigen Zeit läßt mit Wehmut blicken nach der alten Zeit….
Höllentalklamm
Herbert Haß
Rheinländer   sind   keine   Preußen,   obwohl   der ein   oder   andere   Bayer   das   möglicherweise anders sieht.  (:->
Privat
Rheinländer   sind   keine   Preußen,   obwohl   dies   der   ein   oder   andere Bayer möglicherweise anders sieht. Rhens,   direkt   am   Rhein   gelegen,   ist   eine   mehr   als   1300   Jahre   alte Gemeinde. 9   Kilometer   von   Koblenz   entfernt,   ist   Rhens   auch   heute   noch   ein idyllischer   Ort,   bei   dem   man   viel   Wert   auf   die   historische   Stadtpflege legt. Ich   bin   dort   in   einer   Zeit   aufgewachsen,   als   noch   lange   nicht   jeder über   ein   Auto   verfügte   und   auch   Telefon   war   in   meinen   ersten   10 Lebensjahren unbekannt. Fernsehen   gab   es   in   schwarzweiß   und   der   Küchenofen   funktionierte noch mit Holz und Kohle. Geheizt    wurde    mit    Ölofen,    ein    Luxus,    den    man    sich    nur    im Wohnzimmer gönnte.
In   dieser   Zeit   habe   ich   gelernt,   dass   man   sich   nicht   einfach   etwas wünschen   kann,   um   es   zu   bekommen.   Pfeil   und   Bogen   konnte   man nicht kaufen. Man   mußte   sie   selbst   bauen.   Die   Erwachsenen   hatten   für   so   etwas weder Sinn noch Zeit. Der   Spielplatz   der   Kinder,   war   die   Wildnis.   Kaum   50   Meter   vom Elternhaus    entfernt,    gab    es    blanke    Natur.    Bäche,    Wälder    und Steinbrüche. Computerspiele,   Smartphones,   soziale   Netzwerke.   All   dies   gab   es nicht. Die physische Welt war auf die reale Welt begrenzt. Die virtuelle Welt existierte einzig in der Phantasie. Die   Zeit   war   arm   an   Geld   und   reich   an   Leben,   Kommunikation   und Kreativität.   Wobei   ein   neues   Fahrrad   auch   mal   die   Notwendigkeit brachte,    das    erforderliche    Geld    einen    Sommer    lang    mit    dem Sammeln   von   Äpfeln   (es   gab   tatsächlich   wilde   Apfelbäume)   selbst   zu verdienen. Auch,   wenn   man   sich   heute   schon   ein   Leben   ohne   Handy   kaum vorstellen   kann,   kann   ich   sagen,   dass   ich   diese   Zeit   gut   fand   und manchmal   ob   ihrer   Menschlichkeit   vermisse.   Der   Erfolgsdruck   der heutigen Zeit läßt mit Wehmut blicken nach der alten Zeit….
‘‘Das Ende des Lernens ist das Ende des Lebens
Höllentalklamm
Privat: Herkunft
Herbert Haß