Lichtgeschwindigkeit Die    Lichtgeschwindigkeit    von    299792,46    km/s    ist    unabhängig    von    Bezugssystemen.    Sie    ist lediglich abhängig vom Medium. So ist sie im Wasser ca. 1 Drittel langsamer. Tatsächlich   wird   das   Licht   aber   nicht   wirklich   gebremst,   sondern   wird   aufgrund   von   Kollisionen   mit Wassermolekülen an einem linearen Weg gehindert. So   gesehen   ist   das   Licht   nicht   1   Drittel   langsamer,   sondern   sein   Weg   durch   das   Wasser   um   1 Drittel länger. Kommen   wir   zur   Meßbarkeit   von   Geschwindigkeiten.   Grundsätzlich   ist   bei   der   Messung   einer Geschwindigkeit    das    Bezugssystem,    in    dem    sich    das    zu    messende    Objekt    befindet,    zu berücksichtigen und auch das Bezugssystem, zu dem es sich relativ bewegt. Bewegt   sich   ein   Auto   mit   100   km/h   kann   dieser   Geschwindigkeit   die   Rotationsgeschwindigkeit   der Erde    hinzu    gerechnet    werden.    Ebenso    die    Bahngeschwindigkeit    der    Erde,    das    Tempo    des Sonnensystems, das der Galaxie, der Lokalen Gruppe, des…..(usw.) Dem   Licht   ist   obiges   ziemlich   egal.   Sein   Tempo   wird,   wie   gesagt,   nur   durch   Ablenkung   und   damit verbundener Wegverlängerung beeinflusst und das auch nur scheinbar.  Das heißt, wenn ich Licht von der Stange lasse, ist es immer 299792,46 km/s schnell. So,    wie    messe    ich    jetzt    die    tatsächliche    Geschwindigkeit    eines    Raumschiffs    ohne    geeichtes Bezugssystem als Referenz? 1. Möglichkeit:    Spektrallinien Ich messe die Änderung der Wellenlänge, des aus Flugrichtung einfallenden Lichts. 2. Möglichkeit:   Zunahme der relativistischen Masse Ich    messe    den    Massezuwachs,    der    jedes    nicht    Masselose    Elementarteilchen    aufgrund    der Beschleunigung erfährt. Gut, derzeit können wir das noch nicht. Aber wer weiß, was die Zukunft bringt. Brauchbarkeit: Sciene Fiction und die dortigen Antriebsmethoden. In    einigen    Science    Fiction    Saga’s    wird    beim    Einsatz    von    Überlichttriebwerken    gerne    eine Mindestgeschwindigkeit im Normalraum z.B. 50% Lg angegeben. Hier    könnte    man    die    Masse    (eV)    als    Grundbedingung    für    den    Eintritt    in    übergeordnete Dimensionen (Hyperraum) definieren. In   dem   Fall   wäre   es   nicht   die   Konzeption   des   Triebwerks,   das   ein   Mindesttempo   verlangt,   sondern die   aufgrund   der   mit   der   Geschwindigkeit   erhöhte   Masse   aller   Elementarteilchen   den   Übertritt beeinflusst. So,    als    wäre    eine    Grundanpassung    der    Masse    an    die    Gegebenheiten    eines    Linearraums    / Hyperraums   nötig.   Das   würde   auch   erklären   warum   erzwungene   Übertritte   bei   weniger   als   50%   Lg möglich aber unangenehm sind. Natürlich kann man dann auch Kniffe schaffen, dass es mit weniger Masse geht. Künstliche Erhöhung der Masse, oder kompensierende Energiefelder. Ehrlich   gesagt   ist   mir   schleierhaft,   warum   sich   Science   Fiction   Autoren   nicht   schon   längst   auf   das Thema Higgsfeld gestürzt haben… © 07.2015 Lichtgeschwindigkeitsantrieb Muß es lichtschnell sein? Würden nicht auch 90% reichen? Nun,   der   größte   Vorteil   von   100%   Lichtgeschwindigkeit   ist,   dass   innerhalb   des   Raumschiffs   die   Zeit praktisch stillsteht. Einmal Zwinkern und man ist am Ziel. Bei   90%   der   Lichtgeschwindigket   hingegen   dauert   eine   Reise   über   10   Lichtjahre   für   die   Besatzung immerhin   noch   6   Jahre.   Also   für   6   Jahre   Essen,   Trinken,   Unterhaltung….   in   der   relativen   Enge eines Raumschiffs. Leider   ist   das   Erreichen   von   100%   Lichtgeschwindigkeit   mit   herkömmlichen   Methoden   unmöglich. Antriebe nach dem Propulsionsprinzip oder gravomechanische Antriebe können dies nicht leisten. Warum?   Einfach,   weil   die   Zeitdilatation   nicht   nur   die   Besatzung   betrifft,   sondern   auch   jedes technische   Gerät   an   Bord.      Computer   arbeiten   langsamer,   Energieerzeuger   liefern   weniger   Energie, Antriebsgase breiten sich langsamer aus. Zudem darf man das immense Kollissionsrisiko nicht außer acht lassen. Mit   einem   Warpantrieb   könnte   man   zwar   Lichtgeschwindigkeit   erreichen,   jedoch   gibt   es   innerhalb der Warpblase keine Zeitdilatation. 10 Jahre Flug wären als 10 Jahre Lebenszeit. Überlichttriebwerke in der Science Fiction Die     meisten     überlichtschnelle     Fortbewegungsmethoden     der     Science     Fiction     basieren     auf Hypothetischen    Annahmen    Höherdimensionaler    Räume,    oder    Effekten    zur    Manipulation    des Raumzeitgefüges.    Generell    unterteilt    man    die    Antriebe    in    zwei    Kategorien.    Zum    einen    die Sprungtriebwerke,   bei   denen   Distanzen   in   Nullzeit   zurück   gelegt   werden   und   zum   anderen   die linearen   Antriebe,   bei   denen   ein   kontinuierlicher   Flug   erfolgt.   Zuweilen   werden   auch   Mischformen beider   Kategorien   kreiert   in   der   Form,   das   ein   Sprungtriebwerk   keine   Einzelsprünge   durchführt, sondern   eine   Serie   von   relativ   kurzen   Sprüngen.   Die   nachfolgende   Auflistung   ist   gewiß   nicht lückenlos,   soll   aber   eine   kleine   Übersicht   über   die   geläufigsten,   bzw.   bekanntesten   Antriebe   der Science Fiction liefern. Transitionstriebwerk Der Antrieb erzeugt einen Effekt, der das Raumschiff in den Hyperraum katapultiert. Dabei   werden   Richtung   und   Sprungweite   vorgegeben,   wobei   je   nach   Sprungweite   ein   höherer Energieeinsatz   erforderlich   ist.   Schiff   und   Besatzung   werden   bei   dieser   Methode   Entstofflicht,   das heißt   in   Energie   umgewandelt,   was   als   sogenannter   Entzerrungsschmerz   körperlich   spürbar   ist. Wie   die   Rückumwandlung   in   die   materielle   Ursprungsform   vonstatten   geht   wird   hierbei   nicht erklärt   und   könnte   bei   genauerer   Betrachtung   Kopfschmerzen   bereiten,   die   über   den   erwähnten Entzerrungsschmerz     hinaus     gehen.     Der     Vorteil     des     Antriebs     besteht     zweifellos     in     der Geschwindigkeit mit der Distanzen überbrückt werden, eben in Nullzeit. Der   Nachteil,   neben   erwähntem   Entzerrungsschmerz,   liegt   darin,   dass   man   nicht   auf   plötzlich auftauchende Probleme im Zielgebiet noch vor Erreichen des Zielgebiets reagieren kann. Hersteller: Unbekannt Geschwindigkeit: Abhängig     von     maximaler     Einzelsprungreichweite     und     der     Zeitdauer     bis     zur     nächsten Sprungsequenz. Reichweite:  Nur abhängig vom Energievorrat und der Lebenserwartung der Aggregate. Linearantrieb Hierbei   wechselt   ein   Raumschiff   in   ein   Medium,   das   sich   quasi   zwischen   dem   normalen   Kontinuum und     dem     Hyperraum     befindet.     Die     Überlichtgeschwindigkeit     ist     abhängig     von     der Leistungsfähigkeit   der   Triebwerke   und   der   Meinung   der   Autoren.   Was   bedeutet,   dass   sie   je   nach Zeitgeist    auch    mal    wechselt.    Der    Vorteil    des    Antriebs    besteht    in    einem    recht    gemütlichen Dahinreisen. Richtungsänderungen sind während des Flugs nicht möglich. Überdies     benötigt     es     eine     sogenannte     Eintrittsgeschwindigkeit,     in     der     Regel     50%     der Lichtgeschwindigkeit, um überhaupt in dieses Linearraum genannte Medium zu wechseln. Die Austrittsgeschwindigkeit entspricht dabei der Eintrittsgeschwindigkeit. Hersteller: Perry Rhodan Geschwindigkeit: Früher bis zu 100 Millionen fache Lg, derzeit (2010) 2 Millionenfache Lg. Reichweite:  abhängig von Energievorrat und begrenzt durch Materialverbrauch der benötigten Hyperkristalle. Metagravantrieb Über   den   sogenannten   Metagravvortex,   in   etwa   ein   künstliches,   vom   Antrieb   erzeugtes   schwarzes Loch,    gelangt    das    Schiff    in    den    Hyperraum.    Innerhalb    des    Hyperraums    erfüllt    ein    Grigoroff genanntes Schirmfeld zwei Funktionen. Zum    einen    sorgt    es    dafür,    das    besagtes    Raumschiff    nicht    entstofflicht    und    damit    zu    einem Bestandteil   des   Hyperraums   wird,   zum   anderen   erzeugt   es   durch   eine   Art   Polarisierung   den Vortrieb. Auch bei dieser Antriebsversion ist eine Mindesteintrittsgeschwindigkeit nötig. Man   kann   vermuten,   dass   diese   Regel   geschaffen   wurde,   um   Gefechte   spannender   zu   gestalten und Raumschiffen den schnellen Rückzug zu erschweren. Hersteller: Perry Rhodan Geschwindigkeit: Häufig   erwähnte   Faktoren   80   bis   120   Millionenfache   Lg   abhängig   von   Energievorrat   und   begrenzt durch Materialverbrauch der benötigten Hyperkristalle. Reichweite:  abhängig von Energievorrat und der Lebenserwartung der Aggregate. Sternensog Der     Sternsogantrieb     funktioniert     nur     in     Verbindung     mit     einem     Intervallum     genannten Schutzschirm.   Dieser   Schutzschirm   erzeugt   eine   Art   eigenes   Kontinuum.   Man   könnte   sagen,   das entsprechend Raumschiff ist nun eine Art Universum im Universum. Da   es   als   solches   nicht   den   universellen   Naturgesetzen   unterliegt,   kann   es   sich   auch   schneller   als mit   Lichtgeschwindigkeit   bewegen   und   das   sogar   ohne   das   normale   Universum   zu   verlassen.   Ein Übertritt von Sublicht auf Überlicht ist jederzeit und praktisch bei jeder Geschwindigkeit möglich. Beim   Austritt   aus   dem   Überlicht   verliert   das   Schiff   jedoch   abrupt   jeden   Vortrieb,   wo   hingegen   die Beschleunigung auf ein gewünschtes Tempo Zeit benötigt. Richtungsänderungen sind problemlos möglich. Hersteller: Kurt Brand (Erfinder von Ren Dhark) Geschwindigkeit: Laut Herstellerangabe 10 Milliardenfache Lg Reichweite:  abhängig vom Energievorrat Hyperantrieb Es   war   um   1994,   als   ich   mir   Gedanken   um   mögliche   Hyperantriebsmethoden   gemacht   habe. Heraus   kam   dabei   eine   Version,   in   der   das   bekannte   Universum   sinnbildlich   auf   der   Oberfläche einer Hyperraumblase liegt. Der   Antrieb   funktionierte   in   der   Weise,   dass   er   einen   Übertritt   in   den   Hyperraum   ermöglichte   wo dann   über   ein   regelbares   Energienieveau   die   Eindringtiefe   definiert   werden   konnte.   Kurz   gesagt, man   reiste   möglichst   weit   zum   Zentrum   der   Hyperraumblase,   legte   dort   die   gewünschte   Distanz   in die    gewünschte    Richtung    zurück    um    anschließend    den    Hyperraum    wieder    zu    verlassen.    Der Überlichtfaktor   ergibt   sich   dabei,   aus   der   Eindringtiefe   in   die   Hyperraumblase.   Kurz   gesagt,   je näher   man   dem   Zentrum   kommt,   desto   kürzer   wird   die   relative   Distanz,   die   zurück   zu   legen   ist. Wobei    ein    Vordringen    zum    Zentrum    des    Hyperraum    gleichbedeutend    wäre    mit    unendlicher Geschwindigkeit.   Die   Fortbewegung   im   Hyperraum   selbst   geschieht   dabei   mit   herkömmlichen, auch im normalen Kontinuum benutzten Unterlichttriebwerken. Es   wird   demnach   keine   echte   Überlichtgeschwindigkeit   erreicht,   sondern   lediglich   Wege   abgekürzt, wobei   das   Erreichen   der   gewünschten   Eindringtiefe   in   den   Hyperraum   keine   nennenswerte   Zeit benötigt.   Dabei   kann   aber   nicht   beliebig   tief   in   den   Hyperraum   eingedrungen   werden,   da   mit zunehmender Eindringtiefe mehr Energie notwendig ist. Zudem   kann   ab   einem   kritischen   Niveau   dabei   die   Rückkehr   zur   Oberfläche   der   Hyperraumblase schwierig bis unmöglich werden. Soviel zu 1994, abends im Bett kurz vor dem Einschlafen. Der,   in   Babylon   5   beschriebene   Hyperantrieb   entspricht   diesen   Überlegungen,   bis   auf   die   Tatsache, das   die   erzeugten   Raumfenster,   einen   gravimetrischen   Sog   erzeugen,   der   die   Raumschiffe   in   den Hyperraum   zieht,   beziehungsweise,   wenn   im   Hyperraum   kreiert,   aus   dem   Hyperraum   ausstößt. Geschwindigkeits- und Richtungsänderungen sind jederzeit möglich. Ebenso   ein   bewegungsloses   Verbleiben   im   Hyperraum.   Tatsächlich   können   in   den   Hyperraum eingedrungene   Raumschiffe,   oder   Objekte,   diesen   auch   nur   über   ein   selbst,   oder   extern   erzeugtes Hyperraumfenster wieder verlassen. Hersteller: Babylon 5 Geschwindigkeit: 1 - 2 Millionenfache Lg Reichweite:  abhängig vom Energievorrat Warpantrieb Der   Warpantrieb   ist   ein   Gravitationsantrieb   bei   dem   nicht   das   Raumschiff   bewegt   wird,   sondern der   umgebende   Raum.   Dabei   wird   der   Raum   vor   dem   Schiff   komprimiert,   was   einer   Verkürzung der   Strecke   in   Flugrichtung   entspricht   und   hinter   dem   Schiff   wieder   gedehnt.   In   dem   Sinne   handelt es   sich   also   um   eine   Art   Raumverzerrungsantrieb,   was   im   Namen   „Warp   =   Verzerrung“   zum Ausdruck kommt. Die    mögliche    Geschwindigkeit    ist    dabei    abhängig    von    dem    Ausmaß    und    der    Frequenz    der Raumzeitverzerrung.   Also   je   schneller   der   Rhythmus   von   Kompression   und   Expansion   und   je größer   der   dabei   verzerrte   Raumbereich   ist,   desto   größer   ist   die   relative   Geschwindigkeit   des Schiffes.   Dabei   spricht   wenig   dagegen,   dass   während   des   Fluges   Richtung   und   Geschwindigkeit geändert    werden    können.    Auch    die    Beschleunigung    auf    eine    vorgegebene    Geschwindigkeit unterliegt   praktisch   keinen   Begrenzungen.   Denn   bei   dieser   Form   des   Antriebs   wird   das   Raumschiff tatsächlich   in   keiner   Weise   beschleunigt.   Es   steht   praktisch   still,   was   sich   ändert   ist   lediglich   der Raum   in   der   unmittelbaren   Umgebung   des   Schiffes.   Im   Grunde   genommen   wird   es   durch   den Warpantrieb   nicht   bewegt,   sondern   versetzt.   Demnach   wäre   der   Warpantrieb   ein   Sprungantrieb, ohne das hierfür das Medium Hyperraum in Anspruch genommen werden muss. Daraus    resultiert,    dass    während    des    Warptransits    aus    physikalischer    Sicht,    das    Raumschiff betreffend,     kein     tatsächlicher     Überlichtflug     zustande     kommt     und     damit     auch     keine Zeitdilatationseffekte.   Selbst   das   Trägheitsmoment   spielt   keine   Rolle   mehr,   denn   wie   gesagt,   wird das Schiff ja in keiner Weise tatsächlich beschleunigt. Damit    wäre    der    Warpantrieb    einer    der    wenigen    Antriebe,    die    prinzipiell    ohne    hypothetische Hyperräume   auskommen   und   rückt   damit   scheinbar   in   eine   gewisse   zukünftige   Realitätsnähe. Doch näher betrachtet besteht dann doch das ein oder andere physikalische Problem. Denn   um   den   Warpantrieb   als   überlichtschnell   funktionierenden   Antrieb   überhaupt   zu   ermöglichen, müsste    es    möglich    sein    die    Raumzeitverzerrungen    selbst    mit    Überlichtgeschwindigkeit    zu erzeugen.   Da   sich,   nach   bisherigen   Erkenntnissen,   Gravitationseffekte   aber   ebenfalls   nur   mit Lichtgeschwindigkeit     ausbreiten,     würde     dies     die     Raumzeitverzerrungen     bestenfalls     mit Lichtgeschwindigkeit   zulassen.   Und   daraus   ergibt   sich   eine   maximale   Warpgeschwindigkeit   von   1c, also   299792,46   km/s,   Lichtgeschwindigkeit   eben.   Also,   rein   theoretisch   ist   ein   Warpantrieb   zwar denkbar   wenn   man   das   Problem   löst,   wie   man   Raumzeitverzerrungen   generiert,   nur   erreicht   man mit ihm keine Überlichtgeschwindigkeit. Derartige   Nebensächlichkeiten   sind   für   Science   Fiction   und   den   erwähnten   Warpantrieb   jedoch nicht wirklich hinderlich. Hersteller: Star Trek Geschwindigkeit: Laut Herstellerangabe etwa 1500fache Lg  (Warp 9) Reichweite:  abhängig vom Energievorrat
Science Fiction Spekulative Technik
Science Fiction
Herbert Haß
Lichtgeschwindigkeit Die    Lichtgeschwindigkeit    von    299792,46    km/s    ist    unabhängig    von Bezugssystemen.   Sie   ist   lediglich   abhängig   vom   Medium.   So   ist   sie   im Wasser ca. 1 Drittel langsamer. Tatsächlich   wird   das   Licht   aber   nicht   wirklich   gebremst,   sondern   wird aufgrund   von   Kollisionen   mit   Wassermolekülen   an   einem   linearen   Weg gehindert. So   gesehen   ist   das   Licht   nicht   1   Drittel   langsamer,   sondern   sein   Weg durch das Wasser um 1 Drittel länger. So,    wie    messe    ich    jetzt    die    tatsächliche    Geschwindigkeit    eines Raumschiffs ohne geeichtes Bezugssystem als Referenz? 1. Möglichkeit:    Spektrallinien Ich    messe    die    Änderung    der    Wellenlänge,    des    aus    Flugrichtung einfallenden Lichts. 2. Möglichkeit:   Zunahme der relativistischen Masse Ich      messe      den      Massezuwachs,      der      jedes      nicht      Masselose Elementarteilchen aufgrund der Beschleunigung erfährt. Gut,    derzeit    können    wir    das    noch    nicht.    Aber    wer    weiß,    was    die Zukunft bringt. Brauchbarkeit: Sciene Fiction und die dortigen Antriebsmethoden. In     einigen     Science     Fiction     Saga’s     wird     beim     Einsatz     von Überlichttriebwerken       gerne       eine       Mindestgeschwindigkeit       im Normalraum z.B. 50% Lg angegeben. Hier   könnte   man   die   Masse   (eV)   als   Grundbedingung   für   den   Eintritt   in übergeordnete Dimensionen (Hyperraum) definieren. In   dem   Fall   wäre   es   nicht   die   Konzeption   des   Triebwerks,   das   ein Mindesttempo     verlangt,     sondern     die     aufgrund     der     mit     der Geschwindigkeit   erhöhte   Masse   aller   Elementarteilchen   den   Übertritt beeinflusst. So,   als   wäre   eine   Grundanpassung   der   Masse   an   die   Gegebenheiten eines    Linearraums    /    Hyperraums    nötig.    Das    würde    auch    erklären warum   erzwungene   Übertritte   bei   weniger   als   50%   Lg   möglich   aber unangenehm sind. Natürlich   kann   man   dann   auch   Kniffe   schaffen,   dass   es   mit   weniger Masse geht. Künstliche Erhöhung der Masse, oder kompensierende Energiefelder. Ehrlich   gesagt   ist   mir   schleierhaft,   warum   sich   Science   Fiction   Autoren nicht schon längst auf das Thema Higgsfeld gestürzt haben… © 07.2015 Lichtgeschwindigkeitsantrieb Muß es lichtschnell sein? Würden nicht auch 90% reichen? Nun,    der    größte    Vorteil    von    100%    Lichtgeschwindigkeit    ist,    dass innerhalb   des   Raumschiffs   die   Zeit   praktisch   stillsteht.   Einmal   Zwinkern und man ist am Ziel. Bei   90%   der   Lichtgeschwindigket   hingegen   dauert   eine   Reise   über   10 Lichtjahre   für   die   Besatzung   immerhin   noch   6   Jahre.   Also   für   6   Jahre Essen,     Trinken,     Unterhaltung….     in     der     relativen     Enge     eines Raumschiffs. Leider     ist     das     Erreichen     von     100%     Lichtgeschwindigkeit     mit herkömmlichen       Methoden       unmöglich.       Antriebe       nach       dem Propulsionsprinzip   oder   gravomechanische   Antriebe   können   dies   nicht leisten. Warum?   Einfach,   weil   die   Zeitdilatation   nicht   nur   die   Besatzung   betrifft, sondern   auch   jedes   technische   Gerät   an   Bord.      Computer   arbeiten langsamer,    Energieerzeuger    liefern    weniger    Energie,    Antriebsgase breiten sich langsamer aus. Zudem darf man das immense Kollissionsrisiko nicht außer acht lassen. Mit     einem     Warpantrieb     könnte     man     zwar     Lichtgeschwindigkeit erreichen,   jedoch   gibt   es   innerhalb   der   Warpblase   keine   Zeitdilatation. 10 Jahre Flug wären als 10 Jahre Lebenszeit. Überlichttriebwerke in der Science Fiction Die    meisten    überlichtschnelle    Fortbewegungsmethoden    der    Science Fiction    basieren    auf    Hypothetischen    Annahmen    Höherdimensionaler Räume,   oder   Effekten   zur   Manipulation   des   Raumzeitgefüges.   Generell unterteilt    man    die    Antriebe    in    zwei    Kategorien.    Zum    einen    die Sprungtriebwerke,    bei    denen    Distanzen    in    Nullzeit    zurück    gelegt werden    und    zum    anderen    die    linearen    Antriebe,    bei    denen    ein kontinuierlicher   Flug   erfolgt.   Zuweilen   werden   auch   Mischformen   beider Kategorien    kreiert    in    der    Form,    das    ein    Sprungtriebwerk    keine Einzelsprünge    durchführt,    sondern    eine    Serie    von    relativ    kurzen Sprüngen.   Die   nachfolgende   Auflistung   ist   gewiß   nicht   lückenlos,   soll aber   eine   kleine   Übersicht   über   die   geläufigsten,   bzw.   bekanntesten Antriebe der Science Fiction liefern. Transitionstriebwerk Der   Antrieb   erzeugt   einen   Effekt,   der   das   Raumschiff   in   den   Hyperraum katapultiert. Dabei   werden   Richtung   und   Sprungweite   vorgegeben,   wobei   je   nach Sprungweite    ein    höherer    Energieeinsatz    erforderlich    ist.    Schiff    und Besatzung    werden    bei    dieser    Methode    Entstofflicht,    das    heißt    in Energie     umgewandelt,     was     als     sogenannter     Entzerrungsschmerz körperlich    spürbar    ist.    Wie    die    Rückumwandlung    in    die    materielle Ursprungsform   vonstatten   geht   wird   hierbei   nicht   erklärt   und   könnte bei    genauerer    Betrachtung    Kopfschmerzen    bereiten,    die    über    den erwähnten   Entzerrungsschmerz   hinaus   gehen.   Der   Vorteil   des   Antriebs besteht   zweifellos   in   der   Geschwindigkeit   mit   der   Distanzen   überbrückt werden, eben in Nullzeit. Der   Nachteil,   neben   erwähntem   Entzerrungsschmerz,   liegt   darin,   dass man   nicht   auf   plötzlich   auftauchende   Probleme   im   Zielgebiet   noch   vor Erreichen des Zielgebiets reagieren kann. Hersteller: Unbekannt Geschwindigkeit: Abhängig   von   maximaler   Einzelsprungreichweite   und   der   Zeitdauer   bis zur nächsten Sprungsequenz. Reichweite:  Nur abhängig vom Energievorrat und der Lebenserwartung der Aggregate. Linearantrieb Hierbei   wechselt   ein   Raumschiff   in   ein   Medium,   das   sich   quasi   zwischen dem     normalen     Kontinuum     und     dem     Hyperraum     befindet.     Die Überlichtgeschwindigkeit   ist   abhängig   von   der   Leistungsfähigkeit   der Triebwerke   und   der   Meinung   der   Autoren.   Was   bedeutet,   dass   sie   je nach   Zeitgeist   auch   mal   wechselt.   Der   Vorteil   des   Antriebs   besteht   in einem recht gemütlichen Dahinreisen. Richtungsänderungen sind während des Flugs nicht möglich. Überdies   benötigt   es   eine   sogenannte   Eintrittsgeschwindigkeit,   in   der Regel     50%     der     Lichtgeschwindigkeit,     um     überhaupt     in     dieses Linearraum genannte Medium zu wechseln. Die           Austrittsgeschwindigkeit           entspricht           dabei           der Eintrittsgeschwindigkeit. Hersteller: Perry Rhodan Geschwindigkeit: Früher   bis   zu   100   Millionen   fache   Lg,   derzeit   (2010)   2   Millionenfache Lg. Reichweite:  abhängig   von   Energievorrat   und   begrenzt   durch   Materialverbrauch   der benötigten Hyperkristalle. Metagravantrieb Über   den   sogenannten   Metagravvortex,   in   etwa   ein   künstliches,   vom Antrieb     erzeugtes     schwarzes     Loch,     gelangt     das     Schiff     in     den Hyperraum.   Innerhalb   des   Hyperraums   erfüllt   ein   Grigoroff   genanntes Schirmfeld zwei Funktionen. Zum   einen   sorgt   es   dafür,   das   besagtes   Raumschiff   nicht   entstofflicht und   damit   zu   einem   Bestandteil   des   Hyperraums   wird,   zum   anderen erzeugt es durch eine Art Polarisierung den Vortrieb. Auch   bei   dieser   Antriebsversion   ist   eine   Mindesteintrittsgeschwindigkeit nötig. Man   kann   vermuten,   dass   diese   Regel   geschaffen   wurde,   um   Gefechte spannender   zu   gestalten   und   Raumschiffen   den   schnellen   Rückzug   zu erschweren. Hersteller: Perry Rhodan Geschwindigkeit: Häufig   erwähnte   Faktoren   80   bis   120   Millionenfache   Lg   abhängig   von Energievorrat   und   begrenzt   durch   Materialverbrauch   der   benötigten Hyperkristalle. Reichweite:  abhängig von Energievorrat und der Lebenserwartung der Aggregate. Sternensog Der     Sternsogantrieb     funktioniert     nur     in     Verbindung     mit     einem Intervallum    genannten    Schutzschirm.    Dieser    Schutzschirm    erzeugt eine   Art   eigenes   Kontinuum.   Man   könnte   sagen,   das   entsprechend Raumschiff ist nun eine Art Universum im Universum. Da   es   als   solches   nicht   den   universellen   Naturgesetzen   unterliegt,   kann es   sich   auch   schneller   als   mit   Lichtgeschwindigkeit   bewegen   und   das sogar   ohne   das   normale   Universum   zu   verlassen.   Ein   Übertritt   von Sublicht     auf     Überlicht     ist     jederzeit     und     praktisch     bei     jeder Geschwindigkeit möglich. Beim   Austritt   aus   dem   Überlicht   verliert   das   Schiff   jedoch   abrupt   jeden Vortrieb,   wo   hingegen   die   Beschleunigung   auf   ein   gewünschtes   Tempo Zeit benötigt. Richtungsänderungen sind problemlos möglich. Hersteller: Kurt Brand (Erfinder von Ren Dhark) Geschwindigkeit: Laut Herstellerangabe 10 Milliardenfache Lg Reichweite:  abhängig vom Energievorrat Hyperantrieb Es      war      um      1994,      als      ich      mir      Gedanken      um      mögliche Hyperantriebsmethoden     gemacht     habe.     Heraus     kam     dabei     eine Version,   in   der   das   bekannte   Universum   sinnbildlich   auf   der   Oberfläche einer Hyperraumblase liegt. Der   Antrieb   funktionierte   in   der   Weise,   dass   er   einen   Übertritt   in   den Hyperraum   ermöglichte   wo   dann   über   ein   regelbares   Energienieveau die   Eindringtiefe   definiert   werden   konnte.   Kurz   gesagt,   man   reiste möglichst    weit    zum    Zentrum    der    Hyperraumblase,    legte    dort    die gewünschte     Distanz     in     die     gewünschte     Richtung     zurück     um anschließend   den   Hyperraum   wieder   zu   verlassen.   Der   Überlichtfaktor ergibt   sich   dabei,   aus   der   Eindringtiefe   in   die   Hyperraumblase.   Kurz gesagt,   je   näher   man   dem   Zentrum   kommt,   desto   kürzer   wird   die relative   Distanz,   die   zurück   zu   legen   ist.   Wobei   ein   Vordringen   zum Zentrum    des    Hyperraum    gleichbedeutend    wäre    mit    unendlicher Geschwindigkeit.    Die    Fortbewegung    im    Hyperraum    selbst    geschieht dabei   mit   herkömmlichen,   auch   im   normalen   Kontinuum   benutzten Unterlichttriebwerken. Es    wird    demnach    keine    echte    Überlichtgeschwindigkeit    erreicht, sondern     lediglich     Wege     abgekürzt,     wobei     das     Erreichen     der gewünschten   Eindringtiefe   in   den   Hyperraum   keine   nennenswerte   Zeit benötigt.    Dabei    kann    aber    nicht    beliebig    tief    in    den    Hyperraum eingedrungen   werden,   da   mit   zunehmender   Eindringtiefe   mehr   Energie notwendig ist. Zudem    kann    ab    einem    kritischen    Niveau    dabei    die    Rückkehr    zur Oberfläche   der   Hyperraumblase   schwierig   bis   unmöglich   werden.   Soviel zu 1994, abends im Bett kurz vor dem Einschlafen. Der,    in    Babylon    5    beschriebene    Hyperantrieb    entspricht    diesen Überlegungen,   bis   auf   die   Tatsache,   das   die   erzeugten   Raumfenster, einen    gravimetrischen    Sog    erzeugen,    der    die    Raumschiffe    in    den Hyperraum   zieht,   beziehungsweise,   wenn   im   Hyperraum   kreiert,   aus dem           Hyperraum           ausstößt.           Geschwindigkeits-           und Richtungsänderungen sind jederzeit möglich. Ebenso    ein    bewegungsloses    Verbleiben    im    Hyperraum.    Tatsächlich können   in   den   Hyperraum   eingedrungene   Raumschiffe,   oder   Objekte, diesen      auch      nur      über      ein      selbst,      oder      extern      erzeugtes Hyperraumfenster wieder verlassen. Hersteller: Babylon 5 Geschwindigkeit: 1 - 2 Millionenfache Lg Reichweite:  abhängig vom Energievorrat Warpantrieb Der    Warpantrieb    ist    ein    Gravitationsantrieb    bei    dem    nicht    das Raumschiff   bewegt   wird,   sondern   der   umgebende   Raum.   Dabei   wird der    Raum    vor    dem    Schiff    komprimiert,    was    einer    Verkürzung    der Strecke    in    Flugrichtung    entspricht    und    hinter    dem    Schiff    wieder gedehnt.     In     dem     Sinne     handelt     es     sich     also     um     eine     Art Raumverzerrungsantrieb,   was   im   Namen   „Warp   =   Verzerrung“   zum Ausdruck kommt. Die   mögliche   Geschwindigkeit   ist   dabei   abhängig   von   dem   Ausmaß   und der   Frequenz   der   Raumzeitverzerrung.   Also   je   schneller   der   Rhythmus von   Kompression   und   Expansion   und   je   größer   der   dabei   verzerrte Raumbereich    ist,    desto    größer    ist    die    relative    Geschwindigkeit    des Schiffes.    Dabei    spricht    wenig    dagegen,    dass    während    des    Fluges Richtung    und    Geschwindigkeit    geändert    werden    können.    Auch    die Beschleunigung    auf    eine    vorgegebene    Geschwindigkeit    unterliegt praktisch   keinen   Begrenzungen.   Denn   bei   dieser   Form   des   Antriebs wird   das   Raumschiff   tatsächlich   in   keiner   Weise   beschleunigt.   Es   steht praktisch    still,    was    sich    ändert    ist    lediglich    der    Raum    in    der unmittelbaren   Umgebung   des   Schiffes.   Im   Grunde   genommen   wird   es durch   den   Warpantrieb   nicht   bewegt,   sondern   versetzt.   Demnach   wäre der    Warpantrieb    ein    Sprungantrieb,    ohne    das    hierfür    das    Medium Hyperraum in Anspruch genommen werden muss. Daraus   resultiert,   dass   während   des   Warptransits   aus   physikalischer Sicht,    das    Raumschiff    betreffend,    kein    tatsächlicher    Überlichtflug zustande   kommt   und   damit   auch   keine   Zeitdilatationseffekte.   Selbst das   Trägheitsmoment   spielt   keine   Rolle   mehr,   denn   wie   gesagt,   wird das Schiff ja in keiner Weise tatsächlich beschleunigt. Damit   wäre   der   Warpantrieb   einer   der   wenigen   Antriebe,   die   prinzipiell ohne     hypothetische     Hyperräume     auskommen     und     rückt     damit scheinbar    in    eine    gewisse    zukünftige    Realitätsnähe.    Doch    näher betrachtet    besteht    dann    doch    das    ein    oder    andere    physikalische Problem. Denn   um   den   Warpantrieb   als   überlichtschnell   funktionierenden   Antrieb überhaupt      zu      ermöglichen,      müsste      es      möglich      sein      die Raumzeitverzerrungen      selbst      mit      Überlichtgeschwindigkeit      zu erzeugen.   Da   sich,   nach   bisherigen   Erkenntnissen,   Gravitationseffekte aber   ebenfalls   nur   mit   Lichtgeschwindigkeit   ausbreiten,   würde   dies   die Raumzeitverzerrungen   bestenfalls   mit   Lichtgeschwindigkeit   zulassen. Und   daraus   ergibt   sich   eine   maximale   Warpgeschwindigkeit   von   1c, also   299792,46   km/s,   Lichtgeschwindigkeit   eben.   Also,   rein   theoretisch ist   ein   Warpantrieb   zwar   denkbar   wenn   man   das   Problem   löst,   wie   man Raumzeitverzerrungen    generiert,    nur    erreicht    man    mit    ihm    keine Überlichtgeschwindigkeit. Derartige    Nebensächlichkeiten    sind    für    Science    Fiction    und    den erwähnten Warpantrieb jedoch nicht wirklich hinderlich. Hersteller: Star Trek Geschwindigkeit: Laut Herstellerangabe etwa 1500fache Lg  (Warp 9) Reichweite:  abhängig vom Energievorrat
Unterhaltung: Science Fiction, Spelulative Technik
Herbert Haß