Rofan Guffert (2195) 10.06.2015 Eigentlich   wäre   es   auch   schön   gewesen   beim   Gasthof   Waldhäusl   zu   bleiben,   bei   gutem   Essen   und Trinken.   Stattdessen   stürze   ich   mich   in   einen   hübschen   Wald   und   folge   dem   schnell   steiler   werdenden Anstieg.   Bald   schon   erreiche   ich   die   ersten   Latschen   und   Schrofen   und   gleich   darauf   eine   leichte Kletterstelle. Teilweise   ist   der   Weg   recht   eng,   steil   und   spärlich   markiert.   So   spärlich,   dass   ich   einmal   tatsächlich   einer dünnen    Spur    gefolgt    bin,    die    mich    in    dichtes    Latschengestrüpp    lockte.    Nett,    aber    nicht    wirklich zielführend.   Zurück   auf   dem   richtigen   Weg   darf   ich   mich   in   einem   richtig   steilem   Stück   mit   richtig   losem Schotter vergnügen. Da ist mir die leichte Kletterei, die über einen Gebirgsbach hinweg führt, doch wesentlich lieber. Bei   ca.   1700   Meter   komme   ich   innerhalb   von   kaum   mehr   als   20   Schritten   aus   den   Wolken   heraus   und darf   den   stahlblauen   Himmel   genießen.   Die   Wolkendecke   ist   jetzt   unter   mir   und   liegt   wie   eine   samtene Decke    über    den    Tälern.    Nur    unterbrochen    von    einzelnen    Gipfeln,    die    aus    dem    wallenden    Grau herausragen. Bei   ca.   1800   Meter   erhasche   ich   dann   den   ersten   freien   Blick   auf   den   Gipfelaufbau.   Leider   erscheint   das Gifpelkreuz   noch   ewig   weit   weg.   So   weit,   dass   die   Vorstellung,   meinen   Zeitplan   von   3   Stunden   Aufstieg einhalten zu können, leicht getrübt wurde. Ab   1950   Meter   steige   ich   in   einem   mäßig   steilen   Grashang,   bis   ich   eine   etwa   45   Grad   steile   Wand erreiche, die mir eine abwechslungsreiche Kletterei bei freier Routenwahl bietet. Bei   2145   Meter   hat   der   Rucksack,   meiner   Meinung   nach,   genug   gelitten.   Ich   deponiere   ihn   an   einem Felsen und steige die letzten 50 Höhenmeter in anregender Kletterei zum Gifpelkreuz. Oben   angekommen   darf   ich   den   Ausblick   genießen.   Der   reicht   über   die   Blauberge   hinweg   ins   Tegernseer Tal und auf der anderen Seite bis zum Wettersteingebierte und den österreichischen Dreitausendern. Eine    halbe    Stunde    später    finde    ich    mich    beim    Abstieg.    Sinnigerweise    erscheint    der    weniger anspruchsvoll,   als   der   Aufstieg,   der   vom   Anblick   her,   aufgrund   der   steil   abfallenden   Nord-   und   Südwand, einen respektfordernden Eindruck macht. Zurück   am   Gipfelaufbau   verlasse   ich   die   Aufstiegsroute   und   nehme   einen   Gegenanstieg   in   Angriff,   der mir 120 Höhenmeter einbringt, die in der Mittagszeit schon etwas schweißtreibend wurden. Schließlich    erreiche    ich    die    Abzweigung    Steinberg.    Durch    den    Verzicht,    auf    der    Aufstiegsroute abzusteigen   und   stattdessen   den   Rundweg   zu   nehmen,   verlängert   sich   der   Abstieg   um   ca.   1,5   Kilometer und besagte 120 Höhenmeter. Wobei   der   Abstiegsweg,   bis   auf   einen   kurzen   Bereich,   bei   dem   es   sogar   noch   mal   ein   paar   Meter hinaufgeht,   kontinuierlich   steil   bergab   geht.   Und   dabei   auch   einige   Wege   bereithält,   die   Konzentration erfordern und stellenweise auch schon mal aus einem ausgetrockneten Bachbett bestehen. Der Abstieg verdient den Begriff "Knieschnackler" trotz Nutzung der Wanderstöcke. Nachwort: Die   offiziellen   Zeiten   3   Stunden   Aufstieg   (mit   03:05   lag   ich   noch   ganz   gut   im   Rennen)   und   2:30   Stunden Abstieg   sind   nur   bei   sehr   sportlichem   Tempo   realistisch.   Für   genussvolles   Wandern   sollte   jeweils   1/2 Stunde hinzugerechnet werden. Tourdaten: 1315 Höhenmeter Auf/Ab Zeit: 03:05 Aufstieg, 02:30 Abstieg
Galerie
Guffert
Aufstieg
Grashang
Gipfelklettergarten
Gipfelgrat
Klettersteig
freies Klettern
gesichertes Klettern
Die letzten Meter
Gipfelkreuz
“Chef”
Blick nach Süden
Blick nach Norden (Blauberge)
Wegzweigung Steinberg mit Blick auf Guffert
Wegzweigung Steinberg mit Blick Abstiegsroute
Abstieg, steiler als es aussieht.
Bergsteigen
Herbert Haß
Rofan Guffert (2195) 10.06.2015 Eigentlich   wäre   es   auch   schön   gewesen   beim   Gasthof   Waldhäusl   zu bleiben,   bei   gutem   Essen   und   Trinken.   Stattdessen   stürze   ich   mich   in einen    hübschen    Wald    und    folge    dem    schnell    steiler    werdenden Anstieg.   Bald   schon   erreiche   ich   die   ersten   Latschen   und   Schrofen   und gleich darauf eine leichte Kletterstelle. Teilweise    ist    der    Weg    recht    eng,    steil    und    spärlich    markiert.    So spärlich,   dass   ich   einmal   tatsächlich   einer   dünnen   Spur   gefolgt   bin,   die mich   in   dichtes   Latschengestrüpp   lockte.   Nett,   aber   nicht   wirklich zielführend.   Zurück   auf   dem   richtigen   Weg   darf   ich   mich   in   einem richtig steilem Stück mit richtig losem Schotter vergnügen. Da   ist   mir   die   leichte   Kletterei,   die   über   einen   Gebirgsbach   hinweg führt, doch wesentlich lieber. Bei   ca.   1700   Meter   komme   ich   innerhalb   von   kaum   mehr   als   20 Schritten   aus   den   Wolken   heraus   und   darf   den   stahlblauen   Himmel genießen.   Die   Wolkendecke   ist   jetzt   unter   mir   und   liegt   wie   eine samtene   Decke   über   den   Tälern.   Nur   unterbrochen   von   einzelnen Gipfeln, die aus dem wallenden Grau herausragen. Bei   ca.   1800   Meter   erhasche   ich   dann   den   ersten   freien   Blick   auf   den Gipfelaufbau.   Leider   erscheint   das   Gifpelkreuz   noch   ewig   weit   weg.   So weit,   dass   die   Vorstellung,   meinen   Zeitplan   von   3   Stunden   Aufstieg einhalten zu können, leicht getrübt wurde. Ab   1950   Meter   steige   ich   in   einem   mäßig   steilen   Grashang,   bis   ich eine     etwa     45     Grad     steile     Wand     erreiche,     die     mir     eine abwechslungsreiche Kletterei bei freier Routenwahl bietet. Bei    2145    Meter    hat    der    Rucksack,    meiner    Meinung    nach,    genug gelitten.   Ich   deponiere   ihn   an   einem   Felsen   und   steige   die   letzten   50 Höhenmeter in anregender Kletterei zum Gifpelkreuz. Oben   angekommen   darf   ich   den   Ausblick   genießen.   Der   reicht   über   die Blauberge   hinweg   ins   Tegernseer   Tal   und   auf   der   anderen   Seite   bis zum Wettersteingebierte und den österreichischen Dreitausendern. Eine   halbe   Stunde   später   finde   ich   mich   beim   Abstieg.   Sinnigerweise erscheint   der   weniger   anspruchsvoll,   als   der   Aufstieg,   der   vom   Anblick her,    aufgrund    der    steil    abfallenden    Nord-    und    Südwand,    einen respektfordernden Eindruck macht. Zurück   am   Gipfelaufbau   verlasse   ich   die   Aufstiegsroute   und   nehme einen   Gegenanstieg   in   Angriff,   der   mir   120   Höhenmeter   einbringt,   die in der Mittagszeit schon etwas schweißtreibend wurden. Schließlich   erreiche   ich   die   Abzweigung   Steinberg.   Durch   den   Verzicht, auf   der   Aufstiegsroute   abzusteigen   und   stattdessen   den   Rundweg   zu nehmen,    verlängert    sich    der    Abstieg    um    ca.    1,5    Kilometer    und besagte 120 Höhenmeter. Wobei   der   Abstiegsweg,   bis   auf   einen   kurzen   Bereich,   bei   dem   es sogar   noch   mal   ein   paar   Meter   hinaufgeht,   kontinuierlich   steil   bergab geht.    Und    dabei    auch    einige    Wege    bereithält,    die    Konzentration erfordern      und      stellenweise      auch      schon      mal      aus      einem ausgetrockneten Bachbett bestehen. Der   Abstieg   verdient   den   Begriff   "Knieschnackler"   trotz   Nutzung   der Wanderstöcke. Nachwort: Die   offiziellen   Zeiten   3   Stunden   Aufstieg   (mit   03:15   lag   ich   noch   ganz gut    im    Rennen)    und    2:30    Stunden    Abstieg    sind    nur    bei    sehr sportlichem   Tempo   realistisch.   Für   genussvolles   Wandern   sollte   jeweils 1/2 Stunde hinzugerechnet werden. Tourdaten: 1315 Höhenmeter Auf/Ab Zeit: 03:05 Aufstieg, 02:30 Abstieg
Galerie
Guffert
Aufstieg
Grashang
Gipfelklettergarten
Gipfelgrat
Klettersteig
freies Klettern
gesichertes Klettern
Die letzten Meter
Gipfelkreuz
“Chef”
Blick nach Süden
Blick nach Norden (Blauberge)
Wegzweigung Steinberg mit Blick auf Guffert
Wegzweigung Steinberg mit Blick Abstiegsroute
Abstieg, steiler als es aussieht.
Sport: Bergsteigen
Sport
Herbert Haß