Stubaier Alpen Wilder Pfaff (3458) Zuckerhütl (3507) 13./14.06.2015 Es   ist   kurz   vor   8   Uhr,   als   ich   an   einem   gemütlichen   Dienstagmorgen   den   Parkplatz   der   Sulzenauhütte erreiche. Knapp 1800 Höhenmeter liegen vor mir. Und das eigentliche Ziel ist nicht einmal ansatzweise zu sehen. Mit   14   kg   Gepäck   im   Rucksack   breche   ich   auf   Richtung   Sulzenauhütte.   Anfangs   ist   es   ein   einfacher, gemütlicher   Steig,   durch   einen   schön   bewaldeten   Berghang.   Der   Übertritt   ins   Tal   der   Sulzenaualm   erfolgt plötzlich und zeigt ein wirklich idyllisches Tal. Auch die Sulzenauhütte ist hier schon sichtbar. In   Kehren   geht   es   recht   zügig   hoch.   Insgesamt   ein   nicht   allzu   anstrengender   und   wenig   steiler   Aufstieg. Leider   ist   die   Crew   der   Sulzenauhütte   eher   durchgangstouristisch   eingestellt,   fast   schon   abweisend. Fragen   werden   eher   knapp   und   mitunter   widerwillig   beantwortet.   Und   mein   T-Shirt,   das   ich   über   die   noch an    den    Tisch    gekippte    Bank    zum    Trocknen    aufgehängt    hatte,    landete    beim    Aufklappen    der    Bank unbeachtet auf dem Boden. Nach   freudlosem   Frühstück   mit   Graubrot,   Butter   und   Marmelade   (Rührei   kennen   die   nicht)   ging’s   dann weiter zum Lübecker Höhenweg. Ca.   10   Minuten   vor   der   Blauen   Lacke   überholt   mich   ein   Läufer.   Obwohl   ich   mit   gut   500   Meter/Stunde aufsteige, geht der vorbei wie ein D-Zug. Kurz   vor   der   Lacke   sehe   ich   Mountain-Biker.   Die   kamen   tatsächlich   übers   Peiljoch   und   haben   an   der Lacke im Schlafsack übernachtet. Hinter   der   Lacke   treffe   ich   den   Läufer   wieder,   der   mich   bittet,   Fotos   zu   machen.   Ab   dann   ist   die   Tour einsam   und   wird   nur   vom   Geräusch   abgehender   Gerölllawinen   unterbrochen.   Nur   einmal   treffe   ich   noch   2 Bergsteiger,   die   wohl   übers   Peiljoch   kamen.   An   der   Wegweisung   "Aperer   Freiger"   steigen   sie   jedoch   auf eben diesen auf, während ich in sulzigen Schnee komme. Bei   jedem   Schritt   sinke   ich   bis   zum   Schienbein   ein   und   rutsche   regelmäßig   ein   Stück   zurück.   Ab   2900m macht   sich   auch   die   dünne   Luft   bemerkbar.   Immer   öfter   heißt   es   jetzt   30   Schritte   gehen,   20   Sekunden atmen.   Insbesondere,   weil   das   Spuren   durch   den   Sulz….,   besser   ich   schreib   jetzt   mal   nicht,   was   ich darüber denke. An   einer   kleinen   Felsgruppe   kurz   vor   dem   Steilaufschwung   zum   oberen   Gletscherbereich,   eigentlich   fast schon   eine   Art   Gletschertal,   lege   ich   Steigeisen   an.   Damit   geht   es   zwar   einen   Ticken   besser,   aber   nicht weniger anstrengend. Nach   dem   Steilaufschwung   liegt   eine   eher   flach   wirkende   Gletscherfläche   vor   mir,   verbunden   mit   der Frage,   wo   es   mit   dem   Lübecker   Höhenweg   weitergeht.   Der   Wilde   Freiger   sieht   von   der   Position   aus   wie ein   Schuttberg.   Erst   nach   gründlichem   Studium   der   Landschaft,   ausgehend   vom   Pfaffennieder   bis   zum Beginn des Grats, der vom Aperen Freiger zum Wilden Freiger führt, bin ich sicher, wo ich hin muß. Obwohl   die   Angelegenheit   bis   hier   hin   weit   anstrengender   war   als   geplant,   denke   ich   noch   daran,   am Freigergrat   den   Rucksack   zu   deponieren   und   zum   Gipfel   zu   gehen.   Doch   erst   kommt   der   Aufstieg   auf 3290   Meter,   wo   es   rechts   zur   Müllerhütte   und   links   zum   Gipfel   geht.   Von   weitem   ist   schon   die   Aufschrift "Lübecker"   am   Felsen   zu   sehen.      Ein   altes   Seil   hilft   bei   den   ersten   Metern.   Leider   zeigt   sich   recht   bald, dass der Steig recht exponiert ist. Alte   Drahteilsicherungen   erscheinen   wenig   vertrauensgebend.   Und   nicht   immer   ist   die   Wegführung   klar erkennbar.   Zwei   Firnfelder   reichen   über   den   Weg,   leider   mit   unterlegter   Eisschicht,   so   dass   man   keine Tritte    schlagen    kann.    Einmal    hieß    es    dann    in    den    schrofigen    Felsbereich    unterhalb    des    Wegs auszuweichen. Wohl   nicht   zuletzt   wegen   der   Höhe   war   es   am   Ende   10   Meter   Klettern,   gefolgt   von   10   -   20   Sekunden Pausieren.   Und   die   letzten   10   Meter   zum   Ausstieg   mit   deutlich   sichtbarem   Wegschild   erschienen   wie   100 Meter. Dort    angekommen    hieß    es    Pause,    Trinken,    Pause,    Trinken,    Pause.    Angesichts    der    gut    sichtbaren Müllerhütte   und   der   sichtlichen   Distanz,   fiel   die   Entscheidung,   auf   den   Gipfel   des   Freiger   zu   verzichten, nicht wirklich schwer. Aber   umso   richtiger,   denn   selbst   beim   Abstieg   über   das   auch   hier   sulzige   Schneefeld   hieß   es   60   Schritte gehen, 20 Sekunden atmen. Am   Ende   "durfte"   ich   noch   ein   45   -   50   Grad   steiles   Firnfeld   queren,   wobei   einmal   der   Pickel   ein Abrutschen verhindern musste. Nach   dem   Firnfeld   kam   noch   ein   kurzer,   aber   von   mir   extrem   unwillkommener,   Klettersteig   und   noch einmal 10 Meter Firnfeld und "schon" stand ich auf der Terrasse der Müllerhütte. Heidi   begrüßte   mich   mit   einem   fröhlichem   Hallo,   während   ich   nur   in   der   Lage   war,   grüßend   die   Hand   zu heben. Die totale Heiserkeit in meinem Hals verhindert verbale Kommunikation. 5 Minuten krächze ich: "eine Apfelschorle, Leberknödelsuppe und Kakao“. Für einige Momente überlege ich ernsthaft, einen Ruhetag einzulegen und dann erst weiter zu gehen. Reichlich   Apfelschorlen,   ausgiebige   Regenerationsgymnastik   und   bestes   Essen   überzeugen   mich   dann aber, am nächsten Tag Wilden Pfaff und Zuckerhütl incl. Rückweg angehen zu können. Beim   Abendessen   erzählt   man   mir,   dass   am   Ostgrat   des   Zuckerhütls   ein   Fixseil   liegt.   Und   dass   der   Weg über den Gletscher gut begehbar ist. 04:20   Uhr,   ich   bin   wach!   Weiterschlafen   unmöglich   und   bis   zum   Frühstück   sind   es   noch   01:40   Std.   Mit Rucksack   packen,   Bett   machen,   Fotografieren   und   im   Frühstücksraum   im   Bergbuch   blättern,   bringe   ich die Zeit rum. 06:30   ein   letzter   Gruß   zum   Hüttenwirt,   dann   geht's   über   einen   kleinen   Steig   zum   Übeltalferner.   Die   Kälte der   Nacht   hat   den   Schnee   verfestigt.   Leider   nicht   genug,   denn   beim   Queren   unterhalb   einer   ca.   20   Meter langen   Art   Gletschergumpe,   versinkt   der   rechte   Fuß   bis   übers   Knie   in   einer   Mischung   aus   Schnee   und Wasser. Also   mit   leicht   angefeuchtetem   Fuß   weiter   Richtung   Pfaffengrat.   50   Meter   weiter   oben   ist   Schluss   mit Schatten und der Schnee schon wieder relativ weich. Trotzdem   komme   ich   besser   voran   als   am   Vortag   und   erreiche   relativ   entspannt   den   Einstieg   zum Paffengrat. Nach   einiger   leichter   Kletterei   geht   es   noch   einmal   ein   kurzes   Stück   abwärts   und   ein   paar   Meter   über Schnee.   Dann   immer   steiler   werdend   bergauf.   Die   Kletterei   ist   durchgehend   schön,   selten   schwieriger   als II+   und   bietet   einen   überragenden   Blick   Richtung   Sulzenauferner.   Nach   ca.   20   Minuten   sehe   ich   eine Dreierseilschaft,   die   an   der   Müllerhütte   vorbei   auf   den   Grat   zuhält.   Begleitung   für   Zuckerhütl   und Abstieg? Mitten   in   einer   IIer   Kletterei   klingelt   das   Handy.   Da   es   in   der   Gesäßtasche   ist   komme   ich   nicht   ran.   Höre dann   aber   Eva's   Stimme   in   Form   eines   lang   gezogenen   "Halloooo".   Beide   Hände   am   Fels   rufe   ich   "Kann jetzt   nicht,   ruf   Dich   an,   sobald   es   geht."   Links   von   mir   ca.   100   Meter   tiefer   blinkt   der   Übeltalferner.   Zwei Kletterzüge   weiter   bin   ich   aus   der   Stelle   raus   und   wieder   in   leichterem   Gelände.   Ein   paarmal   ist   die Wegfindung   etwas   schwierig   und   hin   und   wieder   suche   ich   eigene   Wege.   Der   steil   aufschwingende Schlussteil des Grats, vielleicht maximal 55 Grad, erscheint beim Klettern eher wie 70 Grad. Dafür   ist   es   wirklich   schöne   Blockkletterei.   Und   nur   kurz   unterm   Gipfel   gibt   es   Stahlstifte   und   Drahtseil, was hilfreich, aber nicht unbedingt nötig wäre. Die letzten Meter sind eher leicht und beinahe abrupt stehe ich plötzlich vor dem Gipfelkreuz. Ca.   10   Minuten   später   holt   mich   die   Dreierseilschaft   ein.   Leider   gehen   sie   nicht   weiter,   sondern   zurück und weiter zur Nürnberger Hütte. Ich   hingegen   steige   zum   Pfaffensattel   ab.   Wähle   hierzu   den   rechtsseitigen   Abstieg   unter   Umgehung   der Felsen. Das ist ein kleiner Umweg, der mir auch noch 30 Meter Gegenanstieg einbringt. Oberhalb   des   Paffensattels,   an   den   ersten   Felsen,   deponiere   ich   den   Rucksack   und   schnappe   mir   Pickel, Seil und ein paar Bandschlingen. Dann steige ich zum Ostgrat des Zuckerhütls auf. Dabei sehe ich eine Dreierseilschaft vom Paffenjoch her aufsteigen. Der   Schnee   ist   sehr   weich   und   im   70   Grad   steilen   Schlussanstieg   auch   mit   Eis   untersetzt.   Mit   Pickelhilfe schaffe   ich   es   bis   zu   dem   am   Abend   zuvor   beschriebenen   Fixseil,   das   ich   kraftsparend   zum   Aufstieg benutze. Pickel und Seil bleiben auf einem Felsblock zurück. 5   Minuten   später   bin   auf   dem   Gipfel.   Wobei   ich   feststelle,   dass   das   vermeintliche   Fixseil   wohl   eher   von einem Bergsteiger zurückgelassen wurde. Leider   ist   der   Gipfel   des   Zuckerhütl   kein   ausgesprochen   bequemer   Platz.   Also   mache   ich   ein   paar   schnelle Fotos   und   folge   Spuren,   die   mich   in   die   Südwand   bringen.   Die   Kletterei   hier   ist   nur   wenig   anspruchsvoller als   am   Pfaffengrat,   dafür   aber   wesentlich   steiler.   Nervenschonend   quere   ich   daher   recht   bald   zum   Ostgrat hinüber und komme genau in Höhe von Seil und Pickel raus. 5   Meter   über   mir   ist   die   Dreierseilschaft,   die   mit   Steigeisen   aufsteigt.   Von   Ihnen   erfahre   ich,   dass   der Weg   zum   Schaufeljoch   unproblematisch   ist.   Ich   quere   zum   Fixseil   hinüber,   fädele   mein   Seil   in   dessen untere   Schlaufe   und   seile   zum   Einstieg   des   Ostgrats   ab.   Dabei   quere   ich   nach   links,   wobei   das   Fixseil   ein paarmal über Felsen hakt, was aber erst mal unkritisch aussieht. Ich   bin   schon   am   Seilende,   als   ich   merke,   dass   ich   den   Pickel   auf   dem   Felsblock   vergessen   habe.   Also noch einmal 20 Meter am Seil hochsteigen, Pickel schnappen und wieder runter. Wieder   bin   ich   am   Seilende,   als   ich   es   plötzlich   über   mir   krachen   höre.   Ich   blicke   sofort   hoch   und   sehe eine   runde   Felsplatte,   die   wie   ein   Reifen,   den   man   einen   Berg   runter   rollen   lässt,   auf   mich   zuhält   und dabei   in   Sätzen   von   ca.   5   Metern   zu   springen   beginnt.   Bei   jedem   Aufsetzen   ändert   der   Felsen   leicht   die Richtung,   weshalb   ich   abwarte,   welche   Endrichtung   er   nimmt.   Ca.   6   Meter   über   mir,   springt   er   wieder   auf und      hält   linksseitig   versetzt   auf   mich   zu.   Sicherheitshalber   weiche   ich   schnell   zwei   Schritte   nach   rechts und   die   Platte   donnert   ca.   2   Meter   links   an   mir   vorbei.   10   Meter   weiter   unten   bleibt   das   ca.   25   kg schwere   Ding   liegen.   Was   den   Steinschlag   ausgelöst   hat,   kann   ich   nicht   mit   Sicherheit   sagen,   da   die Abseilaktion zum Zeitpunkt des Losbrechens abgeschlossen war und das Fixseil ruhig lag. Mit   einem   kritischen   Blick   auf   das   Felsstück,   ziehe   ich   mein   Seil   ab,   nehme   es   provisorisch   auf   und   steige weiter   ab.   5   Minuten   später   bin   ich   am   Rucksack,   packe   ein   und   steige   über   die   gut   sichtbare   Spur   zum Pfaffenjoch    ab,    während    2    Seilschaften    und    eine    Skitourengeherin    mit    Hund    Richtung    Zuckerhütl aufsteigen. Am   Pfaffenjoch   stellt   sich   wieder   die   Frage   nach   dem   Weg.   Eine   Spur   führt   sichtbar   zur   Hildesheimer Hütte,   während   zwei   Spuren   an   der   Flanke   des   Aperen   Pfaffs   entlangführen.   Ich   entscheide   mich   für   die mittlere   Spur,   die   mir   am   Ende   aber   30   Meter   Aufstieg   in   60   Grad   steilem,   sehr   weichem   Schnee einbringt. So   weich,   dass   ich   den   Pickel   beidhändig   zentral   einsetze.   Das   heißt   Pickel   in   Kopfhöhe   in   den   Schnee rammen, mit Körpergewicht belasten und dann die Füße nachsetzen. Als   ich   endlich   die   Felsen   erreiche,   in   der   Hoffnung   in   der   Nähe   des   Schaufeljochs   zu   sein,   blicke   ich stattdessen   auf   die   ca.   300   Meter   entfernte   und   etwa   100   Meter   tiefer   liegende   Bergstation   des   Fernau Sessellifts. Also   packe   ich   den   Pickel   ein   und   beginne,   in   wieder   nicht   ganz   einfacher   Wegfindung   und   über   viel Schotter,   mit   dem   Abstieg.   Kurz   vor   Erreichen   der   Station   entscheide   ich   mich,   ein   steiles   Firnfeld   mittels Gesäßtechnik   abzurutschen.   Macht   zwar   eine   nasse   Hose   aber   auch   Spaß,   weshalb   ich   beim   Ende   der Rutschpartei   noch   einmal   ein   paar   Meter   nach   links   in   steileres   Gelände   quere   und   weitere   10   Meter abrutsche. 5   Minuten   später   bin   ich   auf   der   Skipiste   und   komme   mit   Gleitschritttechnik   20   Minuten   später   an   der Fernau   Station   an.   Ab   da   ist   es   nun   leider   ein   Schotterweg.   An   Baggern   und   Lastwagen   vorbei,   erreiche ich 35 Minuten später die Dresdner Hütte. Nach   Apfelschorle   und   Leberknödelsuppe   und   nachdem   mir   eine   Bedienung   versichert   hat,   dass   es   nur eine Stunde dauert, verzichte ich auf Nutzung der Bergbahn und steige zur Mutterbergalm ab. Den   Parkplatz   erreiche   ich   in   dem   Moment,   als   besagte   Bedienung   ihr   Auto   erreicht,   mich   sieht,   mich anspricht und mich mitnimmt zum Parkplatz der Sulzenauhütte. Nachwort: Beim   Klettern   im   Ostgrat   des   Zuckerhütls   konnte   ich   deutlich   einen   starken   Wasserabfluss   im   Fels   hören. Etwas, was es im Juli 1987, bei ähnlich gutem Wetter, nicht gab. Das   lässt   den   Schluss   zu,   dass   die   Temperaturunterschiede   stärker   und   häufiger   sind.   Damit   kommt   es auch   zum   häufigeren   Gefrieren   und   Auftauen   von   Wasser   in   praktisch   allen   Zwischenräumen,   die   es   im Fels reichlich gibt. Die    Folge    ist    eine    beschleunigte    Erosion.    Und    damit    auch    vermehrter    Steinschlag,    bis    hin    zu Felsabbrüchen und Muränenabgängen.   Die   Bergsteiger,   denen   ich   beim   Abstieg   begegnet   bin,   habe   ich   darüber   informiert,   dass   das   „Fixseil“ kein professionelles Fixseil ist. Tourdaten: 13.06.2015: Parkplatz Sulzenauhütte - Müllerhütte 1750 Höhenmeter Aufstieg, 145 Meter Abstieg Zeit: 08:00 14.06.2015: Müllerhütte - Wilder Pfaff 311 Höhenmeter Zeit: 02:00 14.06.2015: Wilder Pfaff - Zuckerhütl 152 Meter ab, 233 Meter auf Zeit: 01:15 14.06.2015: Zuckerhütl - Dresdner Hütte 1328 Meter ab, 20 Meter auf Zeit: 03:50 14.06.2015: Dresdner Hütte - Mutterbergalm 594 Meter ab Zeit: 01:05 Gesamt: 14.06.2105   564 Höhenmeter Aufstieg 2074 Höhenmeter Abstieg
Bergsteigen
Galerie
Wilder Freiger, Zuckerhütl, Schaufelspitze
Sulzenauhütte
Blaue Lacke
Lübecker Höhenweg
Pfaffennieder und Pfaffengrat (rechts)
Wilder Freiger
Wilder Pfaff
Abstieg zur Müllerhütte
Müllerhütte, Blick aus dem Fenster (05:00)
Müllerhütte und Becherhaus
Pfaffengrat
Rechte Bildseite: Wilder Freiger und Signalgipfel
Wilder Pfaff: Gipfel
Wilder Pfaff: Südseite
Zuckerhütl
Zuckerhütl: Ostgrat
Zuckerhütl: Gipfel
Zuckerhütl: Blick zum Wilden Pfaff und Wilder Freiger
Zuckerhütl: Nordseite
Zuckerhütl: Tourengeherin
Fernaugrat: Blick zu Pfaffenjoch, Freiger und Zuckerhütl
Fernaugrat: Blick zur Fernaustation
Fernaugrat: Rutschpartie
Dresdner Hütte
Freiger
Zuckerhütl
Schaufel- spitze
Herbert Haß
Stubaier Alpen Wilder Pfaff (3458) Zuckerhütl (3507) 13./14.06.2015 Es   ist   kurz   vor   8   Uhr,   als   ich   an   einem   gemütlichen   Dienstagmorgen den Parkplatz der Sulzenauhütte erreiche. Knapp   1800   Höhenmeter   liegen   vor   mir.   Und   das   eigentliche   Ziel   ist nicht einmal ansatzweise zu sehen. Mit   14   kg   Gepäck   im   Rucksack   breche   ich   auf   Richtung   Sulzenauhütte. Anfangs   ist   es   ein   einfacher,   gemütlicher   Steig,   durch   einen   schön bewaldeten   Berghang.   Der   Übertritt   ins   Tal   der   Sulzenaualm   erfolgt plötzlich   und   zeigt   ein   wirklich   idyllisches   Tal.   Auch   die   Sulzenauhütte ist hier schon sichtbar. In    Kehren    geht    es    recht    zügig    hoch.    Insgesamt    ein    nicht    allzu anstrengender   und   wenig   steiler   Aufstieg.   Leider   ist   die   Crew   der Sulzenauhütte    eher    durchgangstouristisch    eingestellt,    fast    schon abweisend.    Fragen    werden    eher    knapp    und    mitunter    widerwillig beantwortet.   Und   mein   T-Shirt,   das   ich   über   die   noch   an   den   Tisch gekippte    Bank    zum    Trocknen    aufgehängt    hatte,    landete    beim Aufklappen der Bank unbeachtet auf dem Boden. Nach    freudlosem    Frühstück    mit    Graubrot,    Butter    und    Marmelade (Rührei     kennen     die     nicht)     ging’s     dann     weiter     zum     Lübecker Höhenweg. Ca.   10   Minuten   vor   der   Blauen   Lacke   überholt   mich   ein   Läufer.   Obwohl ich   mit   gut   500   Meter/Stunde   aufsteige,   geht   der   vorbei   wie   ein   D- Zug. Kurz   vor   der   Lacke   sehe   ich   Mountain-Biker.   Die   kamen   tatsächlich übers Peiljoch und haben an der Lacke im Schlafsack übernachtet. Hinter   der   Lacke   treffe   ich   den   Läufer   wieder,   der   mich   bittet,   Fotos   zu machen.   Ab   dann   ist   die   Tour   einsam   und   wird   nur   vom   Geräusch abgehender   Gerölllawinen   unterbrochen.   Nur   einmal   treffe   ich   noch   2 Bergsteiger,    die    wohl    übers    Peiljoch    kamen.    An    der    Wegweisung "Aperer   Freiger"   steigen   sie   jedoch   auf   eben   diesen   auf,   während   ich in sulzigen Schnee komme. Bei    jedem    Schritt    sinke    ich    bis    zum    Schienbein    ein    und    rutsche regelmäßig   ein   Stück   zurück.   Ab   2900m   macht   sich   auch   die   dünne Luft   bemerkbar.   Immer   öfter   heißt   es   jetzt   30   Schritte   gehen,   20 Sekunden   atmen.   Insbesondere,   weil   das   Spuren   durch   den   Sulz…., besser ich schreib jetzt mal nicht, was ich darüber denke. An    einer    kleinen    Felsgruppe    kurz    vor    dem    Steilaufschwung    zum oberen   Gletscherbereich,   eigentlich   fast   schon   eine   Art   Gletschertal, lege   ich   Steigeisen   an.   Damit   geht   es   zwar   einen   Ticken   besser,   aber nicht weniger anstrengend. Nach     dem     Steilaufschwung     liegt     eine     eher     flach     wirkende Gletscherfläche   vor   mir,   verbunden   mit   der   Frage,   wo   es   mit   dem Lübecker    Höhenweg    weitergeht.    Der    Wilde    Freiger    sieht    von    der Position   aus   wie   ein   Schuttberg.   Erst   nach   gründlichem   Studium   der Landschaft,   ausgehend   vom   Pfaffennieder   bis   zum   Beginn   des   Grats, der   vom   Aperen   Freiger   zum   Wilden   Freiger   führt,   bin   ich   sicher,   wo ich hin muß. Obwohl   die   Angelegenheit   bis   hier   hin   weit   anstrengender   war   als geplant,    denke    ich    noch    daran,    am    Freigergrat    den    Rucksack    zu deponieren   und   zum   Gipfel   zu   gehen.   Doch   erst   kommt   der   Aufstieg auf   3290   Meter,   wo   es   rechts   zur   Müllerhütte   und   links   zum   Gipfel geht.   Von   weitem   ist   schon   die   Aufschrift   "Lübecker"   am   Felsen   zu sehen.      Ein   altes   Seil   hilft   bei   den   ersten   Metern.   Leider   zeigt   sich recht bald, dass der Steig recht exponiert ist. Alte    Drahteilsicherungen    erscheinen    wenig    vertrauensgebend.    Und nicht   immer   ist   die   Wegführung   klar   erkennbar.   Zwei   Firnfelder   reichen über   den   Weg,   leider   mit   unterlegter   Eisschicht,   so   dass   man   keine Tritte    schlagen    kann.    Einmal    hieß    es    dann    in    den    schrofigen Felsbereich unterhalb des Wegs auszuweichen. Wohl   nicht   zuletzt   wegen   der   Höhe   war   es   am   Ende   10   Meter   Klettern, gefolgt   von   10   -   20   Sekunden   Pausieren.   Und   die   letzten   10   Meter zum   Ausstieg   mit   deutlich   sichtbarem   Wegschild   erschienen   wie   100 Meter. Dort   angekommen   hieß   es   Pause,   Trinken,   Pause,   Trinken,   Pause. Angesichts   der   gut   sichtbaren   Müllerhütte   und   der   sichtlichen   Distanz, fiel   die   Entscheidung,   auf   den   Gipfel   des   Freiger   zu   verzichten,   nicht wirklich schwer. Aber   umso   richtiger,   denn   selbst   beim   Abstieg   über   das   auch   hier sulzige Schneefeld hieß es 60 Schritte gehen, 20 Sekunden atmen. Am   Ende   "durfte"   ich   noch   ein   45   -   50   Grad   steiles   Firnfeld   queren, wobei einmal der Pickel ein Abrutschen verhindern musste. Nach    dem    Firnfeld    kam    noch    ein    kurzer,    aber    von    mir    extrem unwillkommener,   Klettersteig   und   noch   einmal   10   Meter   Firnfeld   und "schon" stand ich auf der Terrasse der Müllerhütte. Heidi   begrüßte   mich   mit   einem   fröhlichem   Hallo,   während   ich   nur   in der Lage war, grüßend die Hand zu heben. Die      totale      Heiserkeit      in      meinem      Hals      verhindert      verbale Kommunikation. 5    Minuten    krächze    ich:    "eine    Apfelschorle,    Leberknödelsuppe    und Kakao“. Für   einige   Momente   überlege   ich   ernsthaft,   einen   Ruhetag   einzulegen und dann erst weiter zu gehen. Reichlich     Apfelschorlen,     ausgiebige     Regenerationsgymnastik     und bestes   Essen   überzeugen   mich   dann   aber,   am   nächsten   Tag   Wilden Pfaff und Zuckerhütl incl. Rückweg angehen zu können. Beim   Abendessen   erzählt   man   mir,   dass   am   Ostgrat   des   Zuckerhütls ein   Fixseil   liegt.   Und   dass   der   Weg   über   den   Gletscher   gut   begehbar ist. 04:20    Uhr,    ich    bin    wach!    Weiterschlafen    unmöglich    und    bis    zum Frühstück   sind   es   noch   01:40   Std.   Mit   Rucksack   packen,   Bett   machen, Fotografieren   und   im   Frühstücksraum   im   Bergbuch   blättern,   bringe   ich die Zeit rum. 06:30   ein   letzter   Gruß   zum   Hüttenwirt,   dann   geht's   über   einen   kleinen Steig    zum    Übeltalferner.    Die    Kälte    der    Nacht    hat    den    Schnee verfestigt.   Leider   nicht   genug,   denn   beim   Queren   unterhalb   einer   ca. 20   Meter   langen   Art   Gletschergumpe,   versinkt   der   rechte   Fuß   bis übers Knie in einer Mischung aus Schnee und Wasser. Also   mit   leicht   angefeuchtetem   Fuß   weiter   Richtung   Pfaffengrat.   50 Meter   weiter   oben   ist   Schluss   mit   Schatten   und   der   Schnee   schon wieder relativ weich. Trotzdem   komme   ich   besser   voran   als   am   Vortag   und   erreiche   relativ entspannt den Einstieg zum Paffengrat. Nach   einiger   leichter   Kletterei   geht   es   noch   einmal   ein   kurzes   Stück abwärts   und   ein   paar   Meter   über   Schnee.   Dann   immer   steiler   werdend bergauf.   Die   Kletterei   ist   durchgehend   schön,   selten   schwieriger   als II+    und    bietet    einen    überragenden    Blick    Richtung    Sulzenauferner. Nach    ca.    20    Minuten    sehe    ich    eine    Dreierseilschaft,    die    an    der Müllerhütte   vorbei   auf   den   Grat   zuhält.   Begleitung   für   Zuckerhütl   und Abstieg? Mitten    in    einer    IIer    Kletterei    klingelt    das    Handy.    Da    es    in    der Gesäßtasche   ist   komme   ich   nicht   ran.   Höre   dann   aber   Eva's   Stimme   in Form   eines   lang   gezogenen   "Halloooo".   Beide   Hände   am   Fels   rufe   ich "Kann   jetzt   nicht,   ruf   Dich   an,   sobald   es   geht."   Links   von   mir   ca.   100 Meter   tiefer   blinkt   der   Übeltalferner.   Zwei   Kletterzüge   weiter   bin   ich aus   der   Stelle   raus   und   wieder   in   leichterem   Gelände.   Ein   paarmal   ist die   Wegfindung   etwas   schwierig   und   hin   und   wieder   suche   ich   eigene Wege.    Der    steil    aufschwingende    Schlussteil    des    Grats,    vielleicht maximal 55 Grad, erscheint beim Klettern eher wie 70 Grad. Dafür   ist   es   wirklich   schöne   Blockkletterei.   Und   nur   kurz   unterm   Gipfel gibt   es   Stahlstifte   und   Drahtseil,   was   hilfreich,   aber   nicht   unbedingt nötig wäre. Die    letzten    Meter    sind    eher    leicht    und    beinahe    abrupt    stehe    ich plötzlich vor dem Gipfelkreuz. Ca.   10   Minuten   später   holt   mich   die   Dreierseilschaft   ein.   Leider   gehen sie nicht weiter, sondern zurück und weiter zur Nürnberger Hütte. Ich     hingegen     steige     zum     Pfaffensattel     ab.     Wähle     hierzu     den rechtsseitigen   Abstieg   unter   Umgehung   der   Felsen.   Das   ist   ein   kleiner Umweg, der mir auch noch 30 Meter Gegenanstieg einbringt. Oberhalb   des   Paffensattels,   an   den   ersten   Felsen,   deponiere   ich   den Rucksack   und   schnappe   mir   Pickel,   Seil   und   ein   paar   Bandschlingen. Dann steige ich zum Ostgrat des Zuckerhütls auf. Dabei sehe ich eine Dreierseilschaft vom Paffenjoch her aufsteigen. Der   Schnee   ist   sehr   weich   und   im   70   Grad   steilen   Schlussanstieg   auch mit   Eis   untersetzt.   Mit   Pickelhilfe   schaffe   ich   es   bis   zu   dem   am   Abend zuvor    beschriebenen    Fixseil,    das    ich    kraftsparend    zum    Aufstieg benutze. Pickel und Seil bleiben auf einem Felsblock zurück. 5   Minuten   später   bin   auf   dem   Gipfel.   Wobei   ich   feststelle,   dass   das vermeintliche   Fixseil   wohl   eher   von   einem   Bergsteiger   zurückgelassen wurde. Leider   ist   der   Gipfel   des   Zuckerhütl   kein   ausgesprochen   bequemer Platz.   Also   mache   ich   ein   paar   schnelle   Fotos   und   folge   Spuren,   die mich    in    die    Südwand    bringen.    Die    Kletterei    hier    ist    nur    wenig anspruchsvoller    als    am    Pfaffengrat,    dafür    aber    wesentlich    steiler. Nervenschonend   quere   ich   daher   recht   bald   zum   Ostgrat   hinüber   und komme genau in Höhe von Seil und Pickel raus. 5   Meter   über   mir   ist   die   Dreierseilschaft,   die   mit   Steigeisen   aufsteigt. Von     Ihnen     erfahre     ich,     dass     der     Weg     zum     Schaufeljoch unproblematisch   ist.   Ich   quere   zum   Fixseil   hinüber,   fädele   mein   Seil   in dessen   untere   Schlaufe   und   seile   zum   Einstieg   des   Ostgrats   ab.   Dabei quere   ich   nach   links,   wobei   das   Fixseil   ein   paarmal   über   Felsen   hakt, was aber erst mal unkritisch aussieht. Ich   bin   schon   am   Seilende,   als   ich   merke,   dass   ich   den   Pickel   auf   dem Felsblock    vergessen    habe.    Also    noch    einmal    20    Meter    am    Seil hochsteigen, Pickel schnappen und wieder runter. Wieder   bin   ich   am   Seilende,   als   ich   es   plötzlich   über   mir   krachen   höre. Ich   blicke   sofort   hoch   und   sehe   eine   runde   Felsplatte,   die   wie   ein Reifen,   den   man   einen   Berg   runter   rollen   lässt,   auf   mich   zuhält   und dabei   in   Sätzen   von   ca.   5   Metern   zu   springen   beginnt.   Bei   jedem Aufsetzen   ändert   der   Felsen   leicht   die   Richtung,   weshalb   ich   abwarte, welche   Endrichtung   er   nimmt.   Ca.   6   Meter   über   mir,   springt   er   wieder auf   und      hält   linksseitig   versetzt   auf   mich   zu.   Sicherheitshalber   weiche ich   schnell   zwei   Schritte   nach   rechts   und   die   Platte   donnert   ca.   2 Meter   links   an   mir   vorbei.   10   Meter   weiter   unten   bleibt   das   ca.   25   kg schwere   Ding   liegen.   Was   den   Steinschlag   ausgelöst   hat,   kann   ich nicht   mit   Sicherheit   sagen,   da   die   Abseilaktion   zum   Zeitpunkt   des Losbrechens abgeschlossen war und das Fixseil ruhig lag. Mit   einem   kritischen   Blick   auf   das   Felsstück,   ziehe   ich   mein   Seil   ab, nehme   es   provisorisch   auf   und   steige   weiter   ab.   5   Minuten   später   bin ich   am   Rucksack,   packe   ein   und   steige   über   die   gut   sichtbare   Spur zum      Pfaffenjoch      ab,      während      2      Seilschaften      und      eine Skitourengeherin mit Hund Richtung Zuckerhütl aufsteigen. Am   Pfaffenjoch   stellt   sich   wieder   die   Frage   nach   dem   Weg.   Eine   Spur führt   sichtbar   zur   Hildesheimer   Hütte,   während   zwei   Spuren   an   der Flanke   des   Aperen   Pfaffs   entlangführen.   Ich   entscheide   mich   für   die mittlere   Spur,   die   mir   am   Ende   aber   30   Meter   Aufstieg   in   60   Grad steilem, sehr weichem Schnee einbringt. So   weich,   dass   ich   den   Pickel   beidhändig   zentral   einsetze.   Das   heißt Pickel    in    Kopfhöhe    in    den    Schnee    rammen,    mit    Körpergewicht belasten und dann die Füße nachsetzen. Als   ich   endlich   die   Felsen   erreiche,   in   der   Hoffnung   in   der   Nähe   des Schaufeljochs   zu   sein,   blicke   ich   stattdessen   auf   die   ca.   300   Meter entfernte   und   etwa   100   Meter   tiefer   liegende   Bergstation   des   Fernau Sessellifts. Also    packe    ich    den    Pickel    ein    und    beginne,    in    wieder    nicht    ganz einfacher   Wegfindung   und   über   viel   Schotter,   mit   dem   Abstieg.   Kurz vor   Erreichen   der   Station   entscheide   ich   mich,   ein   steiles   Firnfeld mittels   Gesäßtechnik   abzurutschen.   Macht   zwar   eine   nasse   Hose   aber auch   Spaß,   weshalb   ich   beim   Ende   der   Rutschpartei   noch   einmal   ein paar   Meter   nach   links   in   steileres   Gelände   quere   und   weitere   10   Meter abrutsche. 5    Minuten    später    bin    ich    auf    der    Skipiste    und    komme    mit Gleitschritttechnik   20   Minuten   später   an   der   Fernau   Station   an.   Ab   da ist   es   nun   leider   ein   Schotterweg.   An   Baggern   und   Lastwagen   vorbei, erreiche ich 35 Minuten später die Dresdner Hütte. Nach    Apfelschorle    und    Leberknödelsuppe    und    nachdem    mir    eine Bedienung   versichert   hat,   dass   es   nur   eine   Stunde   dauert,   verzichte ich auf Nutzung der Bergbahn und steige zur Mutterbergalm ab. Den   Parkplatz   erreiche   ich   in   dem   Moment,   als   besagte   Bedienung   ihr Auto   erreicht,   mich   sieht,   mich   anspricht   und   mich   mitnimmt   zum Parkplatz der Sulzenauhütte. Nachwort: Beim   Klettern   im   Ostgrat   des   Zuckerhütls   konnte   ich   deutlich   einen starken   Wasserabfluss   im   Fels   hören.   Etwas,   was   es   im   Juli   1987,   bei ähnlich gutem Wetter, nicht gab. Das   lässt   den   Schluss   zu,   dass   die   Temperaturunterschiede   stärker und   häufiger   sind.   Damit   kommt   es   auch   zum   häufigeren   Gefrieren und   Auftauen   von   Wasser   in   praktisch   allen   Zwischenräumen,   die   es im Fels reichlich gibt. Die   Folge   ist   eine   beschleunigte   Erosion.   Und   damit   auch   vermehrter Steinschlag, bis hin zu Felsabbrüchen und Muränenabgängen.   Die    Bergsteiger,    denen    ich    beim    Abstieg    begegnet    bin,    habe    ich darüber informiert, dass das „Fixseil“ kein professionelles Fixseil ist. Tourdaten: 13.06.2015: Parkplatz Sulzenauhütte - Müllerhütte 1750 Höhenmeter Aufstieg, 145 Meter Abstieg Zeit: 08:00 14.06.2015: Müllerhütte - Wilder Pfaff 311 Höhenmeter Zeit: 02:00 14.06.2015: Wilder Pfaff - Zuckerhütl 152 Meter ab, 233 Meter auf Zeit: 01:15 14.06.2015: Zuckerhütl - Dresdner Hütte 1328 Meter ab, 20 Meter auf Zeit: 03:50 14.06.2015: Dresdner Hütte - Mutterbergalm 594 Meter ab Zeit: 01:05 Gesamt: 14.06.2105   564 Höhenmeter Aufstieg 2074 Höhenmeter Abstieg
Galerie
Wilder Freiger, Zuckerhütl, Schaufelspitze
Sulzenauhütte
Blaue Lacke
Lübecker Höhenweg
Pfaffennieder und Pfaffengrat (rechts)
Wilder Freiger
Wilder Pfaff
Abstieg zur Müllerhütte
Müllerhütte, Blick aus dem Fenster (05:00)
Müllerhütte und Becherhaus
Pfaffengrat
Rechte Bildseite: Wilder Freiger und Signalgipfel
Wilder Pfaff: Gipfel
Wilder Pfaff: Südseite
Zuckerhütl
Zuckerhütl: Ostgrat
Zuckerhütl: Gipfel
Zuckerhütl: Blick zum Wilden Pfaff und Wilder Freiger
Zuckerhütl: Nordseite
Zuckerhütl: Tourengeherin
Fernaugrat: Blick zu Pfaffenjoch, Freiger und Zuckerhütl
Fernaugrat: Blick zur Fernaustation
Fernaugrat: Rutschpartie
Dresdner Hütte
Freiger
Schaufel- spitze
Zuckerhütl
Sport: Bergsteigen
Sport
Herbert Haß