Skifahren
Herbert Haß
In   den   60er   Jahren   gab   es   in   Rhens   ab   Mitte   Dezember   Winter.   Spätestens   Weihnachten   gab   es Schnee und der blieb bis Ende Februar. Meine   ersten   Ski   hatte   ich   mit   6   Jahren.   Heute   sehe   ich   ähnliche   Ski   mit   Bindungen,   die   man   noch mit    normalen    Schuhen    benutzen    konnte,    manchmal    rein    dekorativ    an    den    Wänden    von Berghütten hängen. Meine   zweiten   Ski   (blaue   Blizzard)   waren   zwar   wesentlich   moderner,   waren   aber   knapp   zwei   Jahre später (ich war 10) relativ überflüssig. Der   Grund?   Nun,   der   Schnee   blieb   aus.   Und   der   kleine   Grashang,   mit   kaum   mehr   als   80   Meter Höhenunterschied,   zeigte   bestenfalls   noch   Flecken   von   Schnee.   Und   wenn   es   mal   schneite,   taute es ein paar Tage später schon wieder. Damals erlebte ich die ersten Anzeichen des Klimawandels. 10 Jahre später hieß es in den Nachrichten regelmäßig “Für die Jahreszeit zu warm.” Einige Jahre später hat man sich das gespart. 1987   war   ich   im   August   auf   Bergtour   in   den   Stubaier   Alpen.   Stieg   dabei   über   den   vereisten Ostgrat auf’s schneebedeckte Zuckerhütl. Heute ist der Ostgrat im August schneefrei. Zurück   zum   Skifahren.   Obwohl   seit   1984   in   Bayern   lebend,   habe   ich   bis   2012   nicht   ein   einziges Mal auf Skiern gestanden. Eigentlich aus Zufall habe ich es dann doch mal ausprobiert. Bei   der   Heimfahrt   vom   Dachstein   Ende   April   2012   kam   ich   bei   der   Postalm   direkt   am   Skigebiet vorbei. 2   Stunden   später   war   ich   Fan   vom   Skifahren,   obwohl   ich   in   typischer   Anfängermanier   rumgeeiert bin. Ab   März   2013   wurde   es   dann   Ernst.   Gleich   nach   den   ersten   beiden   Skitagen,   kamen   die   ersten eigenen Ski ins Haus. Getreu   meinem   Motto   “Üben,   bis   es   klappt”,   waren   nicht   selten   30   bis   40   km   pro   Tag   zu verzeichnen. Bis März 2015 waren es dann 2400 km, verteilt auf 92 Tage. Und mit dem wirklich fantastischen K2 Rictor 90 bin ich jetzt auch Tiefschneefan. Begeistert   bin   ich,   wenn   es   heißt,   Skitest.   Wenn   also   die   Möglichkeit   besteht,   bei   jeder   Abfahrt andere Ski unter den Füßen zu haben.
In    den    60er    Jahren    gab    es    in    Rhens    ab    Mitte    Dezember    Winter. Spätestens    Weihnachten    gab    es    Schnee    und    der    blieb    bis    Ende Februar. Meine   ersten   Ski   hatte   ich   mit   6   Jahren.   Heute   sehe   ich   ähnliche   Ski mit   Bindungen,   die   man   noch   mit   normalen   Schuhen   benutzen   konnte, manchmal rein dekorativ an den Wänden von Berghütten hängen. Meine   zweiten   Ski   (blaue   Blizzard)   waren   zwar   wesentlich   moderner, waren aber knapp zwei Jahre später (ich war 10) relativ überflüssig. Der   Grund?   Nun,   der   Schnee   blieb   aus.   Und   der   kleine   Grashang,   mit kaum   mehr   als   80   Meter   Höhenunterschied,   zeigte   bestenfalls   noch Flecken   von   Schnee.   Und   wenn   es   mal   schneite,   taute   es   ein   paar   Tage später schon wieder. Damals erlebte ich die ersten Anzeichen des Klimawandels. 10    Jahre    später    hieß    es    in    den    Nachrichten    regelmäßig    “Für    die Jahreszeit zu warm.” Einige Jahre später hat man sich das gespart. 1987   war   ich   im   August   auf   Bergtour   in   den   Stubaier   Alpen.   Stieg dabei über den vereisten Ostgrat auf’s schneebedeckte Zuckerhütl. Heute ist der Ostgrat im August schneefrei. Zurück   zum   Skifahren.   Obwohl   seit   1984   in   Bayern   lebend,   habe   ich bis 2012 nicht ein einziges Mal auf Skiern gestanden. Eigentlich aus Zufall habe ich es dann doch mal ausprobiert. Bei   der   Heimfahrt   vom   Dachstein   Ende   April   2012   kam   ich   bei   der Postalm direkt am Skigebiet vorbei. 2   Stunden   später   war   ich   Fan   vom   Skifahren,   obwohl   ich   in   typischer Anfängermanier rumgeeiert bin. Ab   März   2013   wurde   es   dann   Ernst.   Gleich   nach   den   ersten   beiden Skitagen, kamen die ersten eigenen Ski ins Haus. Getreu   meinem   Motto   “Üben,   bis   es   klappt”,   waren   nicht   selten   30   bis 40 km pro Tag zu verzeichnen. Bis März 2015 waren es dann 2400 km, verteilt auf 92 Tage. Und   mit   dem   wirklich   fantastischen   K2   Rictor   90   bin   ich   jetzt   auch Tiefschneefan. Begeistert   bin   ich,   wenn   es   heißt,   Skitest.   Wenn   also   die   Möglichkeit besteht, bei jeder Abfahrt andere Ski unter den Füßen zu haben.
Sport: Skifahren
Herbert Haß