Carving Ski der Saison 2016/2017 Datum: 13/14.03.2016 Testort: Sillian Veranstalter: Gü-Sport Schneebedingungen:   Fester,   trockener   Naturschnee.   Sehr griffig. Die   Frage   nach   der   Schwierigkeit   einer   Piste   lässt   sich nicht    einfach    in    Blau,    Rot,    Schwarz,    ausgehend    von Steilheit,     Enge     und     Kurvenschärfe     unterteilen.     Weit wichtiger sind die Schneebedingungen. Auf   eisiger   Piste,   oder   harten,   glatten   Kunstschnee   kann eine    blaue    Piste    zu    einer    gefühlten    schwarzen    Piste werden.       Während       eine       Schwarze       bei       besten Schneeverhältnissen     zu     einer     Roten     oder     knackigen Blauen wird. Die   Frage   nach   den   Fahreigenschaften   eines   Ski   betrifft dies   in   ähnlicher   Weise.   So   kann   ein   Ski,   der   bei   guten Schneeverhältnissen   noch   beste   Eigenschaften   zeigt,   bei Eis oder Sulz zu einem schwer fahrbarem Gerät werden. Daher   ist   es   wichtig   bei   Tests   immer   anzugeben   unter welchen Bedingungen der Test stattfand.
Fazit Die   Carving   Ski   der   Saison   2016/2016   tendieren   zur   vermehrten   Verwendung   hochwertiger   Materialien   und   komplexer Bauweise.   Bei   einigen   führt   dies   zur   Verbesserung   der   allgemeinen   Fahrbarkeit,   bei   anderen   zur   Stärkung   von Eigenheiten.   In   jedem   Fall   führt   es   dazu,   dass   so   ziemlich   jeder   “seinen“   Ski   finden   kann.   Hinsichtlich   des   Designs   ist es   immer   eine   Geschmackssache.   Für   mich   steht   hier   der   Rossignol   am   unteren   Ende   des   Schönheitsempfindens. Andererseits Ski glänzen durch ihre Fahreigenschaften und nicht durch ihr Make up… Wertung Platzierungen zu vergeben, das wird den Ski nicht wirklich gerecht. Daher ordne ich sie in Kategorien.
Meine Favoriten Blizzard RCTi Elan Amphibio 16 Fischer Progressor F17 K2 Bolt Völkl VWerk
Die Allrounder Erlauben unterschiedliche Fahrweisen Blizzard RCTi Elan Amphibio 16 Fischer Progressor F17 K2 Bolt Head Super Shape K2 Speed Charger Nordica Spitfire Rossignol Hero Elite TechnoPro Völkl Racetiger Völkl VWerk
Die Spezialisten Erfordern bestimmte Fahrweisen Atomic redster Fischer Rc4 The Curve K2 Super Charger Salomon XMax
Getestete Ski Atomic redster Blizzard RCTi Elan Amphibio 16 Fischer Progressor F17 Fischer RC4 The Curve Head Super Shape K2 Bolt K2 Speed Charger K2 Super Charger Nordica Spitfire Rossignol Hero Elite Salomon XMax TechnoPro Völkl Racetiger Völkl VWerk
Atomic redster,   Länge: 165, Maße: 122,5/70/109 Der   redster   ist   für’s   fighten   gebaut.   Wobei   die   Jagd   um   die   Tore   eines   Riesenslaloms   gemeint   ist.   Natürlich   kann   man sich   diese   auch   denken   und   einfach   nur   die   entsprechenden   Radien   in   die   Piste   meißeln.   Aufgrund   des   relativ   breiten Hecks,   beißt   dessen   Kante   in   engen   Radien   recht   knackig   in   den   Schnee.   Mit   mehr   vorlastiger   Fahrweise   kann   man diesen   Effekt   etwas   reduzieren,   oder   man   nutzt   ihn   um   die   Furche,   die   die   vordere   Kante   in   den   Schnee   zieht   zu vertiefen. ______________________________________________________________________________________________ Blizzard RCTi,   Länge: 172, Maße: 121/71/104 Der   Blizzard   ist   ein   wirklich   gelungener   Ski.   Es   gibt   praktisch   nichts,   was   ihn   aus   der   Ruhe   bringt.   Selbst   ihm   Sulz macht   er   keine   Zicken.   Auf   griffiger   Piste   ist   er   fast   schon   unverschämt   leicht   zu   fahren,   wobei   es   ihm   egal   ist   ob   man vorlastig   fährt   oder   neutral   in   der   Mitte   steht.   Blitzschnelle   Kantenwechsel   macht   er   ebenso   gut   wie   richtig   schnell durch   lange   Radien   zu   ziehen.   Ein   ganz   besonderes   Highlight   ist   der   Kantengriff.   Dieser   vermittelt   ein   sagenhaft kerniges   Gefühl.   Und   nie   hat   man   dabei   das   Gefühl,   dass   es   zum   verkanten   kommen   könnte   oder   dass   sie   sich festbeißt.   Ein   solches   Kantengefühl   hatte   ich   bisher   nur   einmal.   Und   das   war   beim   Stöckli   Laser,   den   ich   Ende Dezember   2015   in   Hochgurgl   gefahren   bin.   Ich   weiß   nicht   wie   Stöckli   oder   Blizzard   es   machen,   dass   sich   der Kantengriff,   jedenfalls   für   mich,   so   einzigartig   anfühlt.   Ob   es   an   der   Bauart   des   Skis   oder   am   Stahl   der   Kante   liegt kann man hier nur vermuten. ______________________________________________________________________________________________ Elan Amphibio 16,   Länge: 172, Maße: 121/73/104 Nur   nicht   verwechseln,   ist   die   Devise   bei   Elan.   Denn   konstruktionsbedingt   gehört   der   rechte   Ski   an   den   rechten   Fuß. Verwechselt   man   dies,   ist   es   vorbei   mit   schwungvoller   Agilität.   Hat   man   es   hingegen   richtig   gemacht,   fährt   sich   der Ski   leicht,   agil   und   trotzdem   beeindruckend   stabil.   Ein   besonderes   Schmankerl   bekommt   man,   wenn   man   nach   dem Scheitelpunkt   eines   Schwungs   Druck   auf’s   Skiende   gibt,   denn   dann   gibt   der   Ski   eine   dynamische   “Rückmeldung“   die wirklich Spaß macht. ______________________________________________________________________________________________ Fischer Progressor F17,   Länge: 167, Maße: 120/73/103 Der Fischer ist ein überaus agiler Ski und erlaubt wirklich blitzschnelle Kantenwechsel. Mit ihm macht Wedeln richtig Spaß. Zieht man den Ski in lange Radien folgt er diesen absolut präzise. Die Leichtigkeit mit der man ihn fahren kann, wird sich am Abend auch positiv in den Beinen bemerkbar machen. ______________________________________________________________________________________________ Fischer RC4 The Curve,   Länge: 178, Maße: 120/74/104 Ein   Ski   für   Spezialisten.   Einer   mit   Eigenheiten.   Einer   der   darum   bittet,   dass   man   ihn   genau   so   fährt,   wie   er   gefahren werden   will.   Tut   man   das,   zieht   “The   Curve“   seine   Radien   unbeirrbar   in   die   Pisten.   Tut   man   es   nicht,   wird   man   speziell von   den   Kanten   der   Skienden   sofort   daran   erinnert,   dass   es   besser   ist   zu   präziser   Technik   zurück   zu   finden.   Wie gesagt, ein Ski für Spezialisten. Und die werden ihn mit Sicherheit zu schätzen wissen. ______________________________________________________________________________________________ Head Super Shape,   Länge: 177, Maße: 136/77/115 Der   Head   ist   ein   sehr   agiler   Ski,   der   aber   mit   aktivem   Körpereinsatz   gefahren   will.   Das   heißt   nicht,   das   man   besonders   viel Kraft   braucht,   doch   ein   aktiverer,   sagen   wir   schwungvollerer   Körpereinsatz   entlockt   nicht   nur   dem   Ski   sein   volles   Potential, sondern macht auch Spaß. Der   Ski   vermittelt   einen   sehr   guten   Kontakt   zur   Piste,   hat   sehr   guten   Kantengriff,   liegt   absolut   stabil   und   schafft   Vertrauen.   Es ist vergleichbar mit einem Rennwagen, dessen warm gefahrene Slicks den Kurvengrip auf ungeahnte Werte treibt. ______________________________________________________________________________________________ K2 Bolt,   Länge: 172, Maße: 125/72/99 Der   Ski   trägt   seinen   Namen   zu   Recht.   Mit   seiner   blitzschnellen   Agilität   hat   man   fast   das   Gefühl   spielerisch   über   die Piste   zu   tanzen.   Ob   wirklich   schnelle   Kantenwechsel   in   ebenso   schneller   Folge,   oder   eng   gezogene   Radien,   ob   schnell oder   langsam,   der   Bolt   macht   es   dem   Fahrer   einfach   und   vermittelt   gleichzeitig   ein   hohes   Maß   an   Vertrauen.   Und   er animiert regelrecht zu einer lebendigen Fahrweise. Etwas, was die Pisten scheinbar kürzer werden lässt…. ______________________________________________________________________________________________ K2 Speed Charger,   Länge: 175, Maße: 120/72/100 Der   Speed   Charger   mag   es   schnell,   kurvig,   lebendig.   Man   kann   mit   ihm   über   die   Piste   tanzen,   oder   schnell   gezogene Radien   fahren.   Er   macht   alles   mit   und   fühlt   sich   dabei   leicht   an.   Fast   ist   es   als   würde   man   gar   nicht   merken   überhaupt auf   Ski   unterwegs   zu   sein.   Was   ihn   besonders   auszeichnet   ist   seine   Gutmütigkeit,   die   einem   fast   das   Gefühl   vermittelt keine Fahrfehler machen zu können. ______________________________________________________________________________________________ K2 Super Charger,   Länge: 168, Maße: 126/76/105 Der   K2   ist   leichtgängig   und   lässt   sich   ohne   viel   Einsatz   spielend   auf   die   Kante   bringen.   Fährt   man   ihn   jedoch   zu   locker neigt seine Leichtigkeit zur Unruhe. Der Ski lässt sich spielerisch bewegen, verlangt aber eine gewisse Achtsamkeit. ______________________________________________________________________________________________ Nordica Spitfire Carbon,   Länge: 166, Maße: 122,5/72/105,5 Der   Nordica   ist   sehr   leicht,   weshalb   er   am   Fuß   zuweilen   etwas   unruhig   wirkt.   Trotzdem   ist   er   absolut   fehlerverzeihend. Fährt   man   ihn   betont   vorlastig,   wirkt   er   deutlich   stabiler.   Insgesamt   mag   der   Ski   es,   wenn   man   ihn   druckvoll   fährt, was   aber   ohne   Kraftaufwand   möglich   ist.   Der   Ski   ist   nicht   nur   leicht,   er   fährt   sich   auch   leicht.   Und   die   Unruhe,   die   er zeigt, wenn man ihn zu sehr von der Leine lässt, ist ebenso leicht beherrschbar. ______________________________________________________________________________________________ Rossignol Hero Elite,   Länge: 171, Maße: 122/68/104 Speziell   bei   langsamem   bis   mittlerem   Tempo   wirkt   der   Rossignol   leichtfüßig   und   ist   auch   entsprechend   spielerisch   zu fahren.   Auch   am   Kantengriff   gibt   es   nichts   zu   meckern.   Bei   höherem   Tempo   vermittelt   er   spurtreue   und   Stabilität. Ebenso gibt er recht genau Auskunft über die Piste und deren Unebenheiten. ______________________________________________________________________________________________ Salomon XMax 12,   Länge: 175, Maße: 120/73/99 Typisch   Salomon   ist   der   Ski   mit   einem   kernigen   Kantengriff   gesegnet.   Das   macht   den   Ski,   speziell   für   weniger   geübte Fahrer,   zu   einem   etwas   komplizierten   Freund.   Denn   bei   eisiger   Piste   oder   hartem,   glattgepressten   Kunstschnee   hilft der   Kantengriff   vor   allzu   unkontrolliertem   Wegrutschen.   Bei   festem,   griffigem   Schnee   hingegen   beißt   die   Kante mitunter   etwas   ungewohnt   hart   zu.   Auch   die   Gefahr   des   verkanten   ist   dann   höher.   Der   Ski   ist   daher   nicht   immer   leicht zu fahren. Wer aber eine kernige Kante will und sich auf die Eigenheiten einstellt, ist hier richtig. ______________________________________________________________________________________________ TechnoPro Pulse Titan,   Länge: 170, Maße: 122/78/108 Der   Ski   ist   relativ   schwer,   was   man   am   Fuß   aber   nicht   merkt.   Kantengriff,   spurtreue,   Stabilität,   Leichtigkeit,   alles   ist gleichermaßen   gut   und   schafft   vom   ersten   Schwung   an   Vertrauen.   Kurze   Schwünge   gelingen   ebenso   einfach   wie   lange gezogene    Radien.    Der    Ski    hat    keine    Eigenheiten    und    keine    feststellbaren    Schwächen.    Allerdings    auch    keine Besonderheiten, wie man sie beim Völkl VWerk, Fischer Progressor F17, Elan Amphibio 16 oder K2 Bolt findet. ______________________________________________________________________________________________ Völkl Racetiger,   Länge: 170, MAße: 101/72/119 Der   Racetiger   trägt   seinen   Namen   zu   Recht.   Der   Ski   lässt   sich   auf   Anhieb   schnell   fahren   und   mag   enge   Radien.   Stellt man   ihn   auf   die   Kante   zieht   er   richtig   durch.   Auch   schnelle   Kantenwechsel   gelingen   spielerisch.   Nur   auf   das   Heck   muß man ein wenig achten, damit dessen Kante einen nicht ins Stolpern bringt. ______________________________________________________________________________________________ Völkl VWerk Code,   Länge: 167, Maße: 124/75/104 Die   meisten   Ski   haben   ihre   Eigenheiten,   die   eine   mehr   oder   weniger   starke   Anpassung   des   Fahrstils   erfordern.   Nicht so   der   Vökl   VWerk   Code.   Vollkommen   egal   wie   er   gefahren   wird,   der   Ski   fühlt   sich   immer   gleich   gut   an.   Ob   spielerisch leicht,   oder   mit   Kraft   und   Druck,   ob   sportlich   agil   oder   ruhig   und   gelassen,   ob   mit   viel   Körpereinsatz   oder   faul   wie “Harry“, dem Ski ist es egal. Er macht was man von ihm verlangt und er macht es verdammt gut.
Skifahren
Herbert Haß
Carving Ski der Saison 2016/2017 Datum: 13/14.03.2016 Testort: Sillian Veranstalter: Gü-Sport Schneebedingungen:   Fester,   trockener Naturschnee. Sehr griffig. Die   Frage   nach   der   Schwierigkeit   einer Piste   lässt   sich   nicht   einfach   in   Blau, Rot,   Schwarz,   ausgehend   von   Steilheit, Enge    und    Kurvenschärfe    unterteilen. Weit     wichtiger     sind     die     Schnee- bedingungen.    Auf    eisiger    Piste,    oder harten,   glatten   Kunstschnee   kann   eine blaue      Piste      zu      einer      gefühlten schwarzen   Piste   werden.   Während   eine Schwarze       bei       besten       Schnee- verhältnissen     zu     einer     Roten     oder knackigen   Blauen   wird.   Die   Frage   nach den   Fahreigenschaften   eines   Ski   betrifft dies   in   ähnlicher   Weise.   So   kann   ein Ski,   der   bei   guten   Schneeverhältnissen noch   beste   Eigenschaften   zeigt,   bei   Eis oder   Sulz   zu   einem   schwer   fahrbarem Gerät   werden.   Daher   ist   es   wichtig   bei Tests   immer   anzugeben   unter   welchen Bedingungen der Test stattfand.
Fazit Die    Carving    Ski    der    Saison    2016/2016    tendieren    zur    vermehrten Verwendung    hochwertiger    Materialien    und    komplexer    Bauweise.    Bei einigen   führt   dies   zur   Verbesserung   der   allgemeinen   Fahrbarkeit,   bei anderen   zur   Stärkung   von   Eigenheiten.   In   jedem   Fall   führt   es   dazu,   dass so   ziemlich   jeder   “seinen“   Ski   finden   kann.   Hinsichtlich   des   Designs   ist   es immer   eine   Geschmackssache.   Für   mich   steht   hier   der   Rossignol   am unteren   Ende   des   Schönheitsempfindens.   Andererseits   Ski   glänzen   durch ihre Fahreigenschaften und nicht durch ihr Make up… Wertung Platzierungen zu vergeben, das wird den Ski nicht wirklich gerecht. Daher ordne ich sie in Kategorien.
Meine Favoriten Blizzard RCTi Elan Amphibio 16 Fischer Progressor F17 K2 Bolt Völkl VWerk
Die Allrounder Erlauben unterschiedliche Fahrweisen Blizzard RCTi Elan Amphibio 16 Fischer Progressor F17 K2 Bolt Head Super Shape K2 Speed Charger Nordica Spitfire Rossignol Hero Elite TechnoPro Völkl Racetiger Völkl VWerk
Die Spezialisten Erfordern bestimmte Fahrweisen Atomic redster Fischer Rc4 The Curve K2 Super Charger Salomon XMax
Getestete Ski Atomic redster Blizzard RCTi Elan Amphibio 16 Fischer Progressor F17 Fischer RC4 The Curve Head Super Shape K2 Bolt K2 Speed Charger K2 Super Charger Nordica Spitfire Rossignol Hero Elite Salomon XMax TechnoPro Völkl Racetiger Völkl VWerk
Atomic redster,   Länge: 165, Maße: 122,5/70/109 Der   redster   ist   für’s   fighten   gebaut.   Wobei   die   Jagd   um   die   Tore   eines Riesenslaloms   gemeint   ist.   Natürlich   kann   man   sich   diese   auch   denken und    einfach    nur    die    entsprechenden    Radien    in    die    Piste    meißeln. Aufgrund   des   relativ   breiten   Hecks,   beißt   dessen   Kante   in   engen   Radien recht   knackig   in   den   Schnee.   Mit   mehr   vorlastiger   Fahrweise   kann   man diesen   Effekt   etwas   reduzieren,   oder   man   nutzt   ihn   um   die   Furche,   die die vordere Kante in den Schnee zieht zu vertiefen. __________________________________________________________ Blizzard RCTi,   Länge: 172, Maße: 121/71/104 Der   Blizzard   ist   ein   wirklich   gelungener   Ski.   Es   gibt   praktisch   nichts,   was ihn   aus   der   Ruhe   bringt.   Selbst   ihm   Sulz   macht   er   keine   Zicken.   Auf griffiger   Piste   ist   er   fast   schon   unverschämt   leicht   zu   fahren,   wobei   es ihm   egal   ist   ob   man   vorlastig   fährt   oder   neutral   in   der   Mitte   steht. Blitzschnelle    Kantenwechsel    macht    er    ebenso    gut    wie    richtig    schnell durch   lange   Radien   zu   ziehen.   Ein   ganz   besonderes   Highlight   ist   der Kantengriff.   Dieser   vermittelt   ein   sagenhaft   kerniges   Gefühl.   Und   nie   hat man   dabei   das   Gefühl,   dass   es   zum   verkanten   kommen   könnte   oder   dass sie   sich   festbeißt.   Ein   solches   Kantengefühl   hatte   ich   bisher   nur   einmal. Und    das    war    beim    Stöckli    Laser,    den    ich    Ende    Dezember    2015    in Hochgurgl    gefahren    bin.    Ich    weiß    nicht    wie    Stöckli    oder    Blizzard    es machen,   dass   sich   der   Kantengriff,   jedenfalls   für   mich,   so   einzigartig anfühlt.   Ob   es   an   der   Bauart   des   Skis   oder   am   Stahl   der   Kante   liegt   kann man hier nur vermuten. __________________________________________________________ Elan Amphibio 16,   Länge: 172, Maße: 121/73/104 Nur      nicht      verwechseln,      ist      die      Devise      bei      Elan.      Denn konstruktionsbedingt    gehört    der    rechte    Ski    an    den    rechten    Fuß. Verwechselt   man   dies,   ist   es   vorbei   mit   schwungvoller   Agilität.   Hat   man es   hingegen   richtig   gemacht,   fährt   sich   der   Ski   leicht,   agil   und   trotzdem beeindruckend   stabil.   Ein   besonderes   Schmankerl   bekommt   man,   wenn man   nach   dem   Scheitelpunkt   eines   Schwungs   Druck   auf’s   Skiende   gibt, denn   dann   gibt   der   Ski   eine   dynamische   “Rückmeldung“   die   wirklich Spaß macht. __________________________________________________________ Fischer Progressor F17,   Länge: 167, Maße: 120/73/103 Der Fischer ist ein überaus agiler Ski und erlaubt wirklich blitzschnelle Kantenwechsel. Mit ihm macht Wedeln richtig Spaß. Zieht man den Ski in lange Radien folgt er diesen absolut präzise. Die Leichtigkeit mit der man ihn fahren kann, wird sich am Abend auch positiv in den Beinen bemerkbar machen. __________________________________________________________ Fischer RC4 The Curve,   Länge: 178, Maße: 120/74/104 Ein   Ski   für   Spezialisten.   Einer   mit   Eigenheiten.   Einer   der   darum   bittet, dass   man   ihn   genau   so   fährt,   wie   er   gefahren   werden   will.   Tut   man   das, zieht   “The   Curve“   seine   Radien   unbeirrbar   in   die   Pisten.   Tut   man   es   nicht, wird   man   speziell   von   den   Kanten   der   Skienden   sofort   daran   erinnert, dass   es   besser   ist   zu   präziser   Technik   zurück   zu   finden.   Wie   gesagt,   ein Ski   für   Spezialisten.   Und   die   werden   ihn   mit   Sicherheit   zu   schätzen wissen. __________________________________________________________ Head Super Shape,   Länge: 177, Maße: 136/77/115 Der   Head   ist   ein   sehr   agiler   Ski,   der   aber   mit   aktivem   Körpereinsatz   gefahren will.    Das    heißt    nicht,    das    man    besonders    viel    Kraft    braucht,    doch    ein aktiverer,   sagen   wir   schwungvollerer   Körpereinsatz   entlockt   nicht   nur   dem   Ski sein volles Potential, sondern macht auch Spaß. Der    Ski    vermittelt    einen    sehr    guten    Kontakt    zur    Piste,    hat    sehr    guten Kantengriff,   liegt   absolut   stabil   und   schafft   Vertrauen.   Es   ist   vergleichbar   mit einem    Rennwagen,    dessen    warm    gefahrene    Slicks    den    Kurvengrip    auf ungeahnte Werte treibt. __________________________________________________________ K2 Bolt,   Länge: 172, Maße: 125/72/99 Der   Ski   trägt   seinen   Namen   zu   Recht.   Mit   seiner   blitzschnellen   Agilität hat   man   fast   das   Gefühl   spielerisch   über   die   Piste   zu   tanzen.   Ob   wirklich schnelle   Kantenwechsel   in   ebenso   schneller   Folge,   oder   eng   gezogene Radien,   ob   schnell   oder   langsam,   der   Bolt   macht   es   dem   Fahrer   einfach und   vermittelt   gleichzeitig   ein   hohes   Maß   an   Vertrauen.   Und   er   animiert regelrecht    zu    einer    lebendigen    Fahrweise.    Etwas,    was    die    Pisten scheinbar kürzer werden lässt…. __________________________________________________________ K2 Speed Charger,   Länge: 175, Maße: 120/72/100 Der   Speed   Charger   mag   es   schnell,   kurvig,   lebendig.   Man   kann   mit   ihm über   die   Piste   tanzen,   oder   schnell   gezogene   Radien   fahren.   Er   macht alles   mit   und   fühlt   sich   dabei   leicht   an.   Fast   ist   es   als   würde   man   gar nicht   merken   überhaupt   auf   Ski   unterwegs   zu   sein.   Was   ihn   besonders auszeichnet   ist   seine   Gutmütigkeit,   die   einem   fast   das   Gefühl   vermittelt keine Fahrfehler machen zu können. __________________________________________________________ K2 Super Charger,   Länge: 168, Maße: 126/76/105 Der   K2   ist   leichtgängig   und   lässt   sich   ohne   viel   Einsatz   spielend   auf   die Kante   bringen.   Fährt   man   ihn   jedoch   zu   locker   neigt   seine   Leichtigkeit zur   Unruhe.   Der   Ski   lässt   sich   spielerisch   bewegen,   verlangt   aber   eine gewisse Achtsamkeit. __________________________________________________________ Nordica Spitfire Carbon,   Länge: 166, Maße: 122,5/72/105,5 Der   Nordica   ist   sehr   leicht,   weshalb   er   am   Fuß   zuweilen   etwas   unruhig wirkt.   Trotzdem   ist   er   absolut   fehlerverzeihend.   Fährt   man   ihn   betont vorlastig,   wirkt   er   deutlich   stabiler.   Insgesamt   mag   der   Ski   es,   wenn   man ihn   druckvoll   fährt,   was   aber   ohne   Kraftaufwand   möglich   ist.   Der   Ski   ist nicht   nur   leicht,   er   fährt   sich   auch   leicht.   Und   die   Unruhe,   die   er   zeigt, wenn man ihn zu sehr von der Leine lässt, ist ebenso leicht beherrschbar. __________________________________________________________ Rossignol Hero Elite,   Länge: 171, Maße: 122/68/104 Speziell    bei    langsamem    bis    mittlerem    Tempo    wirkt    der    Rossignol leichtfüßig   und   ist   auch   entsprechend   spielerisch   zu   fahren.   Auch   am Kantengriff   gibt   es   nichts   zu   meckern.   Bei   höherem   Tempo   vermittelt   er spurtreue   und   Stabilität.   Ebenso   gibt   er   recht   genau   Auskunft   über   die Piste und deren Unebenheiten. __________________________________________________________ Salomon XMax 12,   Länge: 175, Maße: 120/73/99 Typisch   Salomon   ist   der   Ski   mit   einem   kernigen   Kantengriff   gesegnet. Das   macht   den   Ski,   speziell   für   weniger   geübte   Fahrer,   zu   einem   etwas komplizierten      Freund.      Denn      bei      eisiger      Piste      oder      hartem, glattgepressten      Kunstschnee      hilft      der      Kantengriff      vor      allzu unkontrolliertem   Wegrutschen.   Bei   festem,   griffigem   Schnee   hingegen beißt   die   Kante   mitunter   etwas   ungewohnt   hart   zu.   Auch   die   Gefahr   des verkanten   ist   dann   höher.   Der   Ski   ist   daher   nicht   immer   leicht   zu   fahren. Wer   aber   eine   kernige   Kante   will   und   sich   auf   die   Eigenheiten   einstellt,   ist hier richtig. __________________________________________________________ TechnoPro Pulse Titan,   Länge: 170, Maße: 122/78/108 Der   Ski   ist   relativ   schwer,   was   man   am   Fuß   aber   nicht   merkt.   Kantengriff, spurtreue,   Stabilität,   Leichtigkeit,   alles   ist   gleichermaßen   gut   und   schafft vom   ersten   Schwung   an   Vertrauen.   Kurze   Schwünge   gelingen   ebenso einfach   wie   lange   gezogene   Radien.   Der   Ski   hat   keine   Eigenheiten   und keine   feststellbaren   Schwächen.   Allerdings   auch   keine   Besonderheiten, wie   man   sie   beim   Völkl   VWerk,   Fischer   Progressor   F17,   Elan   Amphibio   16 oder K2 Bolt findet. __________________________________________________________ Völkl Racetiger,   Länge: 170, MAße: 101/72/119 Der   Racetiger   trägt   seinen   Namen   zu   Recht.   Der   Ski   lässt   sich   auf   Anhieb schnell   fahren   und   mag   enge   Radien.   Stellt   man   ihn   auf   die   Kante   zieht er   richtig   durch.   Auch   schnelle   Kantenwechsel   gelingen   spielerisch.   Nur auf   das   Heck   muß   man   ein   wenig   achten,   damit   dessen   Kante   einen   nicht ins Stolpern bringt. __________________________________________________________ Völkl VWerk Code,   Länge: 167, Maße: 124/75/104 Die   meisten   Ski   haben   ihre   Eigenheiten,   die   eine   mehr   oder   weniger starke   Anpassung   des   Fahrstils   erfordern.   Nicht   so   der   Vökl   VWerk   Code. Vollkommen   egal   wie   er   gefahren   wird,   der   Ski   fühlt   sich   immer   gleich gut   an.   Ob   spielerisch   leicht,   oder   mit   Kraft   und   Druck,   ob   sportlich   agil oder   ruhig   und   gelassen,   ob   mit   viel   Körpereinsatz   oder   faul   wie   “Harry“, dem   Ski   ist   es   egal.   Er   macht   was   man   von   ihm   verlangt   und   er   macht   es verdammt gut. __________________________________________________________
Sport: Skitest
Herbert Haß